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Kärnten bekommt Hitzeschutzplan

06.06.2013
LHStv.in Prettner: Richtiger Umgang mit dem Klimawandel hilft die die eigene Gesundheit schützen
In einer Pressekonferenz stellte heute, Donnerstag, Kärntens Gesundheitsreferentin, LHStv.in Beate Prettner, gemeinsam mit Hans-Peter Hutter vom Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien und Christian Stefan von der ZAMG Klagenfurt den neuen Hitzeschutzplan für Kärnten vor. Präsentiert wurde auch eine unter der Leitung von Hutter erstellte Broschüre unter dem Titel „Klima und Gesundheit“, die wichtige Details zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den menschlichen Organismus liefert.

„Unser Ziel ist es, die Kärntnerinnen und Kärntner über die gesundheitlichen Risiken aufzuklären, die aufgrund klimatischer Veränderungen oder Extrembedingungen entstehen können. Auch wenn der Sommer noch auf sich warten lässt, können die zu erwartenden Hitzetage vor allem für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, chronisch Kranke oder Kinder eine besondere gesundheitliche Belastung darstellen“, erklärte Prettner den Hintergrund der neuen Initiative.
Der Hitzeschutzplan für Kärnten ist eine Serviceleistung, die an mehreren aufeinander folgenden Hitzetagen automatisch Informationen und Tipps zu notwendigen vorbeugenden Maßnahmen an jene Institutionen versendet, die hitzesensible Personengruppen betreuen.

„Kontaktiert werden neben Rettungs- und Krankentransporten, Krankenanstalten und Pflegeheimen auch Kindergärten, um das dort arbeitende Personal bestmöglich auf bevorstehende Hitzetage vorzubereiten. So kann gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Hitze nachhaltig vorgebeugt werden“, so Prettner über den neuen Hitzeschutzplan, der in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ins Leben gerufen wurde.

„Der bereits bestehende Hitzeschutzplan in der Steiermark hat uns gezeigt, dass das Risiko von hitzebedingten gesundheitsschädlichen Auswirkungen auf die Risikogruppen deutlich minimiert werden kann, wenn rechtzeitige Informationen an die zuständigen Stellen erfolgen. Dass Kärnten nun nachzieht und sich dieser Serviceleistung anschließt ist ganz klar ein Gewinn für alle“, so Stefan. Angaben zum Hitzeschutzplan sowie nützliche Tipps für Angehörige und Notrufnummern sind auch unter Themen → Gesundheit auf www.ktn.gv.at aufrufbar.

Wie weitreichend die Zusammenhänge zwischen klimatischen Bedingungen bzw. Veränderungen und der Gesundheit des Menschen sein können, wird in der neuen Broschüre „Klima und Gesundheit“ beleuchtet, die unter der Leitung von Hutter erstellt wurde. „Dass wir uns in einer Zeit des klimatischen Wandels befinden, lässt sich nicht leugnen. Wichtig ist dabei nicht nur, dass wir alle einen Beitrag leisten um unser Klima positiv zu beeinflussen, sondern auch wissen, wie man den eigenen Körper bestmöglich an diese Veränderungen gewöhnen und anpassen kann“, so Prettner.

Neben grundlegenden Erklärungen zum klimatischen Wandel beinhaltet die Broschüre auch Abschnitte zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzewellen, Zusammenhängen zwischen klimatischen Bedingungen und Infektionskrankheiten, Tipps was jeder/r Einzelne/r tun kann und Auswirkungen von klimatischen Extremereignissen auf den Menschen. „Unsere Themenaufarbeitung wurde an EntscheidungsträgerInnen übermittelt und liegt bei den Gesundheitsämtern und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten auf, um auf diese Herausforderungen unserer Zeit aufmerksam zu machen und mit sachkundigen Informationen vorbeugende Hilfestellungen für den Erhalt der persönlichen Gesundheit zu erleichtern“, so Hutter.

Die Broschüre „Klima und Gesundheit“ kann auch kostenlos in der Landessanitätsdirektion telefonisch (050 / 536 -15052) oder per E-Mail (isabella.podobnig@ktn.gv.at) angefordert werden.

Ein Download findet sich unter Themen → Gesundheit auf www.ktn.gv.at


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Brunner
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner