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Freunde gesucht und Freunde gefunden

18.06.2013
LH Kaiser bei Abschluss des Kindergartenprojekts "Gemeinsam/Skupno" in St. Peter im Rosental
Klagenfurt (LPD). Einen sehr stimmungsvollen Ausklang gab es gestern, Montag, für das Kindergartenprojekt "Gemeinsam/Skupno" im Festsaal der zweisprachigen höheren Bildungslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in St. Peter im Rosental. Die Kindergartenkinder von Lind ob Velden und St. Peter hatten in einem Jahr der Partnerschaft viele interessante gemeinsame Projekte absolviert und demonstrierten unbeschwert ihre neue Freundschaft. Begeistert von den fröhlichen Darbietungen der Knirpse waren neben Bildungsreferent LH Peter Kaiser, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger, Landtagsabgeordnete Zalka Kuchling sowie die Bürgermeister Heinrich Kattnig (St. Jakob) und Ferdinand Vouk (Velden).

"Mit eurem Singen und Tanzen habt ihr euch einen Riesenapplaus verdient", sagte der Landeshauptmann und bedankte sich bei den Kindern sowie bei allen an diesem großartigen Projekt Beteiligten. Alles, was immer an Gemeinsamkeiten in vielen Sonntagsreden beschworen werde, sei hier mit einer Leichtig- und Fröhlichkeit ganz einfach zustande gebracht worden. "Ich gratuliere herzlich, das ist genau die Umsetzung dessen, was ich unter Gemeinsamkeit in diesem Land verstehe, denn Kärnten ist durch seine Volksgruppe und die Mehrsprachigkeit ein besonderes Land." Von Kindern könne man viel lernen, betonte Kaiser. "Daher lassen wir diese Dinge keine Einmaligkeit sein, machen wir sie zu einer positiven Gewohnheit. Ihr habt Freunde gesucht und Freunde gewonnen, Prijatelje iskali, Prijatelje nasli, Hvala Lepa." Für die Kindergartenleiterinnen gab es Blumen und Glaspokale als Erinnerung, die Kinder freuten sich über einen Gutschein für eine Wörthersee-Schifffahrt.

Die beiden Kindergartenleiterinnen Sandra Waldhauser (Lind ob Velden) und Jozica Oitzl (St. Peter) berichteten über ihre gemeinsamen Projekte und Unternehmungen während des Partnerschaftsjahres. "Die Kinder haben bestens zusammengearbeitet und enge Freundschaften geschlossen, auch wenn sie jetzt in die Volksschule wechseln, werden sie gute Erinnerungen an dieses Projekt und sicher einige daraus resultierende Freundschaften mitnehmen", so die Pädagoginnen.

Das Projekt fand bereits zum 5. Mal statt. Es wurde im Rahmen der Kulturwoche der Kärntner Slowenen, einer der zentralen Veranstaltung des Volksgruppenbüros beim Amt der Kärntner Landesregierung, im Jahr 2008 begonnen. Für die Dauer von einem Jahr gehen jeweils der Kindergarten des Austragungsortes der Kulturwoche und ein zwei- bzw. mehrsprachiger Kindergarten eine Partnerschaft ein. Im Vordergrund stehen Annäherung, gegenseitige Bereicherung im Kennenlernen der Sprache, der unterschiedlichen Lebenskreise und der Abbau von Vorurteilen sowie das Knüpfen neuer Freundschaften.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: Daniel Raunig