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KULTUR

MMKK startet mit Sommerprogramm

19.06.2013
LR Waldner: Kulturpolitik muss Rahmenbedingungen schaffen, damit die Schätze Kärntens adäquat präsentiert werden können – Museum Moderner Kunst setzt Schwerpunktreihe fort
Mit einem geballten und vielfältigen Angebot geht das Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) in den heurigen Kultursommer; gleich drei Ausstellungsprojekte stehen am Programm. Heute, Mittwoch, erfolgt die Eröffnung der Ausstellung „fokus sammlung 04“, die sich, wie der Name sagt, aus den Beständen der eigenen Kunstsammlung speist, sowie die Eröffnung der Installation „Frontispiz. Juxtaposition“, mit der die Künstlerin Luisa Kasalicky in ebenso subtiler wie eindrücklicher Form auf den Raum der Burgkapelle eingeht.

Diesen Sommer ist erstmals auch der Burghof miteinbezogen. Der Schweizer Künstler Lori Hersberger hat für den Hof eine acht Meter hohe Chromstahlskulptur entwickelt, die formal die Totem-Pfähle archaischer Kulturen zitiert, die aber auch den Charakter eines künstlerischen Denkmals – einer Landmarke der zeitgenössischen Kunst – für sich beanspruchen kann. Die Eröffnung ist etwas zeitversetzt, am 7. Juli.

„Die Schwerpunktsetzung im Museum Moderner Kunst Kärnten ist ein wichtiger Zugang und hat sich bewährt, um vorhandene Sammlungen immer wieder aufzuarbeiten“, bekräftigt Kulturlandesrat Wolfgang Waldner bei der Präsentation des heurigen Programms. Es sei die Aufgabe der Kulturpolitik, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, damit die Schätze Kärntens adäquat präsentiert werden können. „Wir müssen unsere Perlen zum Strahlen bringen und eine Perlenkette am Ende des Tages entstehen lassen“, so Waldner.

Dieses neue Ensemble definiere den historischen Bau der Klagenfurter Burg als Ort der modernen und zeitgenössischen Kunst. „Die Verbindung von historischer Bausubstanz und aktueller Kunst ist nicht immer einfach und stellt den Museumsbetrieb vor beträchtliche Herausforderungen. Diese Verbindung ist aber auch sehr reizvoll, ermöglicht besondere Akzentuierungen und Gegenüberstellungen, und ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass das Museum Moderner Kunst Kärnten dieser Aufgabe in eindrucksvoller Weise nachkommt“, sagt Waldner.

Die Ausstellung „fokus sammlung 04“ ist mittlerweile die vierte einer 2010 begonnenen Reihe, mit der die Kunstsammlung des Landes Kärnten/MMKK systematisch, das heißt unter wechselnden Schwerpunktsetzungen durchforscht, bearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die Aufarbeitung und das Zugänglichmachen der Sammlungsinhalte ist laut Waldner von entscheidender Bedeutung in einem Bundesland, das reich ist an künstlerischen Begabungen und von dem, vor allem ab dem 20. Jahrhundert, wichtige Impulse zur Entwicklung der modernen Kunst in Österreich und darüber hinaus ausgegangen sind. „Diesen Reichtum und diese Vielfalt den Menschen hier vor Ort wie den Gästen zugänglich und bewusst zu machen, ist eine wichtige und zentrale Aufgabe. Sie sensibilisiert die Menschen für das kulturelle Erbe ebenso wie sie Weichen stellt für eine nachhaltige künstlerische Entwicklung in der Zukunft“, hält Waldner fest.

Mit der Aufarbeitung wird die Sammlung auch auf ihre Qualitäten hin überprüft und auf einen wissenschaftlich-zeitgenössischen Status gebracht. Das ist eine Aufgabe, die viel Arbeit im Hintergrund erforderlich macht, die jedoch zu den Kernaufgaben des Museums zählt und für die Bedeutung einer Sammlung – als Fundament der musealen Einrichtung –unabdingbar ist. Auch hier wurden große Schritte gesetzt, wie nicht zuletzt der Ausstellungskatalog veranschaulicht, der zunehmend umfangreicher wird.


Programminfo: fokus sammlung 04. TIERE, 20. Juni bis 20. Oktober 2013, Eröffnung: Mittwoch, 19. Juni 2013, 19.00 Uhr; Luisa Kasalicky. FRONTISPIZ. Juxtaposition – Burgkapelle im MMKK, 20. Juni bis 20. Oktober 2013, Eröffnung: Mittwoch, 19. Juni 2013, 19.00 Uhr; Lori Hersberger. TOTEM – Burghof und Arkaden, 7. Juli bis 21. Juli 2013 (Zentralskulptur), 7. Juli bis 30. August (Arkaden), Eröffnung: Sonntag, 7. Juli 2013, 11.00 Uhr


Rückfragehinweis: Büro LR Waldner
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Waldner