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POLITIK

"Ich gelobe" vor atemberaubender Großglockner-Kulisse

20.06.2013
LH Kaiser bei höchstgelegener Angelobung Österreichs – Rekruten aus Kärnten, Salzburg und Tirol sprachen Gelöbnisformel
Vor der einmaligen Kulisse des Großglockners fand heute, Donnerstag, auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe die höchstgelegene Angelobung von Soldaten in Österreich statt. Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Militärkommanden“ wurde diese länderübergreifende Angelobung mit Rekruten aus Kärnten, Salzburg und Tirol durchgeführt. Unter den 480 anzugelobenden Rekruten waren rund 130 Kärntner vom Führungsunterstützungsbataillon 1 aus Villach sowie vom Stabsbataillon 7 und vom Militärkommando Kärnten aus Klagenfurt.

Unter den zahlreichen Ehrengästen waren Bundespräsident Heinz Fischer mit Gattin Margit, Verteidigungsminister Gerald Klug, die Landeshauptleute Kärntens, Salzburgs und Tirols, Peter Kaiser, Wilfried Haslauer und Günther Platter, die Militärkommandanten der drei Bundesländer, Brigadier Walter Gitschthaler, Brigadier Heinz Hufler und Generalmajor Herbert Bauer, Generalleutnant Christian Segur-Cabanac vom Verteidigungsministerium, Militärgeistliche, Vertreter der Rettungs- und Einsatzorganisationen, des Nationalparks Hohe Tauern, GROHAG-Chef Johannes Hörl, Kärntens Landesamtsdirektor Dieter Platzer und sein Salzburger Amtskollege Heinrich Christian Marckhgott und natürlich viele Angehörige der Rekruten.

Der Bundespräsident meinte über das Bundesheer, dass es eine Kombination von Pluspunkten, Errungenschaften und Werten sei, die auf der ganzen Welt nicht häufig anzutreffen sei: „Österreich ist stolz auf sein Bundesheer.“ Zu den Reformmaßnahmen meinte das Staatsoberhaupt: „Ich halte es für positiv und trage die Zielsetzungen im vollen Umfang mit, es wird eine Reihe von Verbesserungen und Reformen geben, damit dieses System noch besser auf die Zukunftsaufgaben vorbereitet ist.“

Minister Klug gab als Ziel vor, Schutz und Hilfe für die Bevölkerung sicherzustellen. Das Bundesheer sei ein verlässlicher Partner für alle Österreicherinnen und Österreicher: „Wir sind dort, wo uns die Menschen brauchen.“ Erste Ergebnisse der Optimierungsmaßnahmen kündigte er für die nächsten Tage an. „Ich will, dass der Grundwehrdienst eine Win-win-Situation darstellt, die Burschen und der Staat müssen profitieren“, so Klug.

Generalleutnant Segur-Cabanac sagte, dass konkrete Schritte zur Verbesserung und Attraktivierung des Wehrdienstes gemacht würden. Für den Hochwasser-Katastropheneinsatz dankte er allen Soldatinnen und Soldaten und strich die gute Zusammenarbeit mit allen Blaulichtorganisationen hervor.

Landeshauptmann Haslauer durfte in seiner Funktion als GROHAG-Aufsichtsratsvorsitzender sprechen. Das Bundesheer schöpfe seine Kraft aus allen Regionen, daher sei eine dezentrale Organisation notwendig, meinte er. Alle drei Landeshauptmänner und die drei Militärkommandanten überreichten noch an die Vertreter der Rekruten Erinnerungsurkunden.

Kärntens Landeshauptmann ließ es sich nicht nehmen, den Kärntner Rekruten persönlich zu gratulieren und sich mit ihnen über den Wehrdienst und ihre Ziele zu unterhalten. Im Gespräch mit den hohen Vertretern von Politik und Bundesheer betonte Kaiser, dass die Soldatinnen und Soldaten in seinen Augen für Qualität, Zukunftsarbeit und Menschlichkeit, gepaart mit Disziplin und Verantwortung stehen. „Wichtig für das Bundesheer sind klare Aufgabenstellungen und es braucht eine professionelle Ausbildung und Ausrüstung, die den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Bedrohungen entspricht. Das Land Kärnten jedenfalls weiß und schätzt, was das Bundesheer für die Gesellschaft vollbringt“, so Kaiser, der die seit über zehn Jahren bestehende Partnerschaft zwischen Land Kärnten und Militärkommando Kärnten hervorhob.

Die Angelobung fand in enger Zusammenarbeit des Österreichischen Bundesheeres und der Großglockner Hochalpenstraßen AG statt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Militärmusiken von Kärnten und Salzburg unter Leitung von Oberst Sigismund Seidl und Oberst Ernst Herzog.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Sternig/Böhm