News

POLITIK

LH Kaiser: ORF-Kärnten darf nicht qualitätsamputiert werden

21.06.2013
Bachmann-Preis ist Erfolgsgeschichte und literarisches Schaufenster für Kärnten und Österreich – Zukunft der ORF-Landesstudios bei kommender LH-Konferenz thematisieren
Mit einem eindringlichen Appell wendet sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser an die ORF-Führung in Wien, nachdem gestern, Donnerstag, bekannt wurde, dass beim ORF-Landesstudio Kärnten dramatische Einschnitte geplant seien. „Ich warne davor, das erfolgreichste aller Landesstudios durch folgenschwere Amputationen seiner Stärken zu berauben“, so Kaiser. Insbesondere die Ankündigung des kaufmännischen Direktors des ORF, Richard Grasl, und von ORF-Generalintendant Alexander Wrabetz, der ORF-Kärnten werde den Bachmannpreis „im kommenden Jahr ganz sicher nicht mehr durchführen“ sei nicht akzeptabel.

„Anstatt diesen am Reißbrett entstandenen Plan in die Realität umzusetzen, sollten sich die Herrschaften am Küniglberg Gedanken darüber machen, wie man dem öffentlich-rechtlichen Auftrag gerecht werden kann, ohne immer mehr auf US-Import-Sendungen zu setzen“, fordert Kaiser. Der Bachmannpreis sei eine Erfolgsgeschichte, mit der sich Kärnten und Österreich in einem literarischen Schaufenster im deutschsprachigen Raum präsentieren. Davon wie groß die Verbundenheit der Kärntner Bevölkerung mit dem Landesstudio sei, habe sich ja Wrabetz erst kürzlich bei der Feier „60 Jahre Funkhaus Kärnten“ persönlich ein Bild machen können.

„Gerade aus Kärntner Sicht habe ich Verständnis für Sparmaßnahmen. Allerdings sollten diese auch sinnvoll sein und nicht nur kurzfristige Effekte haben“, so Kaiser, der bis zur endgültigen Entscheidung im Herbst alles tun will, um den angedrohten Schaden für Kärnten und das Landesstudio abzuwenden. „Ich werde die Zukunft der ORF-Landesstudios auch bei der nächsten Landeshauptleutekonferenz unter Vorsitz Wiens zum Thema machen“, kündigt Kaiser an.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm