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Berufsschüler halfen Lavamünder Hochwasser-Opfern

21.06.2013
LH Kaiser bei Hilfsprojektpräsentation in der Fachberufsschule Klagenfurt – „Ihr habt mich und viele andere im Positiven beschämt"

Die Fachbereichsschule 1 in Klagenfurt lud heute, Freitag, zur Hilfsprojektpräsentation Lavamünd, an der auch Landeshauptmann Peter Kaiser teilnahm. Schüler und Lehrer der Mal- und Beschichtungstechniker und Schilderherstellerklassen hatten sich im November 2012 nach der Hochwasserkatastrophe in der Marktgemeinde spontan entschlossen, ein sichtbares Zeichen der Hilfsbereitschaft zu setzen und verbrachten 3.234 Stunden vor Ort.

„Ihr habt mich, aber auch viele andere im Positiven beschämt. Neben der spontanen Geldhilfe habt Ihr durch Eure Präsenz und Hilfe vor Ort bewiesen, dass die Verpflichtung, Menschen in Notsituationen zu helfen, für Euch keine leeren Worthülsen waren", dankte Kaiser Schülern, Lehrern und Sponsoren für ihre spontane Hilfsbereitschaft.

Für Kaiser ist der Unterricht vor Ort mit guten Leuten und guter Organisation zur richtigen Zeit einzigartig und beispielgebend. „Es ist für mich eine Freude zu wissen, dass es, wenn es Katastrophen gibt, noch Schulen in Kärnten gibt, die spontan helfen. Eure Arbeit vor Ort ist für mich die vernünftige Auflösung zwischen Kopf-, Hand- und Herzarbeit", so Kaiser. Der Landeshauptmann stellte auch die Gesamtprojektstundenanzahl in Relation mit einem Betrieb: „Für die 5.244 Gesamtstunden müsste eine Firma ein Monat lang mit 44 Personen arbeiten".

Landesschulrats-Vizepräsidentin Elisabeth Dieringer- Granza dankte allen für die geleistete Arbeit und meinte, dass dieses Projekt allen noch lange in Erinnerung bleiben werde.

Berufsschul-Inspektor Herbert Torta dankte Projektleiter Gottfried Klade, der Wirtschaft für das Material und speziell den Schülern. „Was ihr mit Euren Händen gemacht habt, ist mehr wert als Material und Geld".

Gemeindevorstand Gerd Riegler übereichte an die Schule eine Dankesurkunde und lud Schüler und Lehrer zu einem Essen ein. „Eure Hilfsbereitschaft war überwältigend und machte sprachlos".

Projektleiter Gottfried Klade wartete mit Projektdetails auf. Die 120 Schüler und elf Lehrer verbrachten zwölf Tage vor Ort und waren auf 20 Baustellen im Einsatz. 83 Räume, zwölf Fenster und eine Fassade wurden von ihnen wieder hergestellt. Von diversen Firmen wurden 3.000 Kilogramm Material zur Verarbeitung und Werkzeuge gesponsert. Inklusive der Fassade wurden 5000 Quadratmeter instand gesetzt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser/Benny Bürger