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Lehrlinge machen das Eigenheim zum Kraftwerk

01.07.2013
LHStv.in Schaunig diskutierte auf „Klimacouch“ im Sonnendorf Finkenstein mit
Nach einer dreijährigen Bauzeit wurden im Sonnendorf Finkenstein drei von insgesamt 14 Aktivhäusern fertiggestellt. Die ersten Häuser der größten energieautonomen Wohnanlage wurden von Lehrlingen aus regionalen Betrieben gebaut. Die Arbeiten wurden fast ausschließlich von 150 jungen Maurern, Installateuren, Elektrikern bis hin zu Gartengestaltern durchgeführt. 20 Prozent von ihnen waren Frauen. Die Ökolehrlingsbaustelle konnte Finanz- und Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig am vergangenen Freitag im Rahmen der fünften österreichischen Baulounge besichtigen.

Auf der „Klimacouch“ wurde dabei unter Leitung von ORF-Moderator Christoph Feuerstein mit Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik rund um die momentane Situation in der Kärntner Bauwirtschaft diskutiert. „Da es die Kärntner Baubranche in diesem Jahr sehr schwer hat, wird die öffentliche Hand gefordert, antizyklisch zu agieren. Auch wenn wir im Budget 2013 sparen müssen, die investiven Ausgaben werden nicht gekürzt“, erklärte Schaunig.

Seitens der Veranstalter wurden Wünsche für eine Neuregelung der Wohnbauförderung an die Wohnbaureferentin herangetragen. So insbesondere die Frage, warum Häuser mit einer derartigen Energieeffizienz aus der Wohnbauförderung herausfallen. „Das Wohnbauförderungsgesetz muss überarbeitet werden“, ist sich Schaunig bewusst. Ab 2014 komme ein neues Gesetz. „Es wird gerade gemeinsam mit LR Rolf Holub unter Einbeziehung der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer an einer Erneuerung gearbeitet. Für alle Anregungen sind wir sehr dankbar“, so die Wohnbaureferentin.

Im Sonnendorf Finkenstein ist jedes Haus mit einer Photovoltaikanlage zur umweltfreundlicheren Stromerzeugung ausgestattet. „Mit dem gewonnen Sonnenstrom lässt sich der gesamte Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Elektrogeräte decken“, informierte Andreas Müller, der Initiator des Projektes. Der Überschuss des erzeugten Stroms wird in das Netz eingespeist und bringt bares Geld. So wird das Eigenheim zum Kraftwerk.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig