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POLITIK

Beste Bildungsstruktur für Kärntner Schüler

05.07.2013
LH Kaiser lässt zukunftsweisendes Schulstandortkonzept erarbeiten – Schulstrukturen in Kärnten im Sinne höherer Bildungsqualität reformieren
In Kärnten sollen die Schulstrukturen reformiert werden, und zwar im Sinne einer höheren Bildungsqualität, optimaler Angebote und vor allem, um Ganztagesangebote schaffen zu können. Das gibt Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Freitag, zum Schulschluss bekannt. Im Rahmen eines von ihm in Auftrag gegebenen mittelfristigen Standortkonzeptes wird aufgrund der gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen und aufgrund der demografischen Entwicklungen auch die Standortfrage diskutiert.

„Sowohl sozial- als auch bildungspolitische Gesichtspunkte stehen dabei im Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund muss auch die Frage gestellt werden, ob es im Interesse der Kinder und Eltern ist, wenn eine sehr geringe Anzahl an Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen eine abgelegene Schule besucht, oder ob es nicht für alle, aber insbesondere für die Kinder, besser und verantwortungsvoller ist, sie mit gleichaltrigen in modernen Schulen im Klassenverbund zu unterrichten“, so Kaiser, der sich ganz klar für den flächendeckenden Ausbau von Ganztagesschulen mit verschränktem Unterricht ausspricht und klar macht: „Für die Zukunft werden wir gemeinsam mit den Gemeinden eine für alle Beteiligten und vor allem im Interesse der Kinder kluge Entscheidung treffen.“

Die schulorganisatorischen Änderungen ab dem Schuljahr 2013/14 sehen die Schließung von vier von insgesamt 339 Schulstandorten vor. Betroffen sind die Expositurklassen Zeltschach, Loibach und Altersberg sowie die SES Görtschach. Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler werden naheliegenden Schulen zugeteilt (VS Friesach, VS Bleiburg, VS Trebesing). Als Exposituren (ohne eigene Direktion) weitergeführt werden die VS Einöde, die VS Wachsenberg, sowie die Volksschule Mieger im Verband mit der VS Gurnitz. Auch die VS Radsberg und die VS Kamp werden als Expositurklasse weitergeführt. Zusammengelegt werden die Direktionen der Hauptschule 1 und 2 in St. Veit sowie jene der Volksschule 1 und 2 in Völkermarkt.

Die Zahlen belegen den Schülerrückgang. Im Schuljahr 2013/14 gibt es aufgrund der vorläufigen Schulstatistik in Kärnten insgesamt 34.654 Schüler in Pflichtschulen, das sind um 1.033 weniger als heuer. Die Volksschule besuchen 20.505 (um 150 Schüler weniger). 13.075 gehen in die Hauptschule bzw. Neue Mittelschule (um 736 Schüler weniger als 2012/13), 625 in eine Polytechnische Schule (um 89 weniger), 449 in Sonderschulklassen (um 58 weniger) und weitere 1.382 werden voraussichtlich Integrationsschüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sein.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm