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POLITIK

Gedenktafel für politische Opfer der NS-Diktatur

12.07.2013
LH Kaiser: Namenstafel trägt würdiger Gedenkkultur Rechnung – Ergebnisse der Arbeitsgruppe sind Thema bei Regierungssitzung
Kärntens Polit-Opfer der Nazi-Zeit sollen nicht vergessen werden. Landeshauptmann Peter Kaiser hatte vor kurzem die Errichtung einer Gedenktafel angeregt, um das Gedenken an die politischen Opfer des Nationalsozialismus als Mahnung an uns und künftige Generationen wachzuhalten. „Die Opfer haben ein Recht auf Erinnerung und Gedenken, Erinnerung an das barbarische Unrecht, das ihnen angetan worden ist, und sie haben ein Recht, dass ihre Namen in Erinnerung bleiben“, sagte Kaiser. Es gehe darum, mit dieser Gedenktafel einer würdigen Gedenkkultur Rechnung zu tragen.

Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, ihr gehören Landesarchivdirektor Wilhelm Wadl, Gemeinderat Reinhold Gasper und Vertreter der Landesamtsdirektion, des Bundesdenkmalamtes und der LIG an. Sie hatten die Art der Umsetzung, Gestaltung, Information und rechtliche Fragen zu klären.

In der kommenden Regierungssitzung am Dienstag, am 16. Juli, wird diese Thematik vom Landeshauptmann eingebracht und über die Ergebnisse der Arbeitsgruppe informiert. Demnach soll Vertretern der legislativen Gewalt gedacht werden, sodass aufgrund des logischen Zusammenhangs die Gedenktafel, in Abstimmung mit dem Präsidenten des Kärntner Landtags, Reinhart Rohr, am Landhaus als repräsentativen Standort angebracht werden soll.

Dieser sechs Kärntner Parlamentarier, die der nationalsozialistischen Diktatur zum Opfer fielen, soll – durch Kärntner Landtag und Landesregierung - gedacht werden, ihre Namen werden auf der Gedenktafel stehen: Franz Aschgan, Anton Falle, Karl Krumpl, Peter Melcher, Vinko Poljanec, Franz Swoboda.

Biografische Kurzdaten: Franz Aschgan: 1899–1945, KZ Dachau; sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter 1930–1934; Anton Falle: 1886–1945, KZ Dachau; sozialdemokratischer Nationalratsabgeordneter 1921–1934; Karl Krumpl: 1909–1945, Wien Landesgericht (Hinrichtung); Landtagsabgeordneter im be-rufsständischen Landtag (Berufsstand Gewerbe) 1934–1938; Peter Melcher: 1878–1945, KZ Dachau; sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter 1918–1934; Vinko Poljanec: 1876–1938, Klagenfurt, Elisabethinenkrankenhaus; Poljanec soll an den Spätfolgen der Gestapohaft gestorben sein; Landtagsabgeordneter der Partei der Kärntner Slowenen 1921–1927; Franz Swoboda: 1887–1945, KZ Dachau; sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter 1930–1934.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner