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Komödienspiele Porcia sind kulturelles Highlight

13.07.2013
LH Kaiser setzte Zeichen: Vortritt für LR Waldner bei Eröffnungsrede – Haselsteiner lobt neuen Stil der Landesregierung
Die Komödienspiele Porcia sind Garant für Vielfalt, Abwechslung und beste Unterhaltung. Gestern, Freitag, zogen die Komödianten mit "Strategen der Liebe" von George Farquhar – unter der Regie von Intendant Peter Pikl - ins Schloss Porcia ein. Es geht um die beiden mittellosen Abenteurer Aimwell und Archer. Sie sind in ihrer pekuniären Not auf Mitgiftjagd, haben viele Abenteuer zu bestehen, ehe sich ihnen nach einem Raubüberfall die einmalige Gelegenheit bietet, sich als Helden zu bewähren. Die musikalische Gestaltung erfolgte durch Carinthian Pipes & Drums - Landeskonservatorium Klagenfurt.

Auch Landeshauptmann Peter Kaiser und Kulturlandesrat Wolfgang Waldner kamen zur Eröffnung nach Spittal. Landtagspräsident Reinhart Rohr und der designierte Bürgermeister von Spittal, Gerhard Pirih, waren ebenso Gäste.

Kaiser verzichtete auf seine Eröffnungsrede, er ließ dem Kulturlandesrat den Vortritt. Genau diese Geste und den neuen politischen Stil in Kärnten würdigte der Präsident der Komödienspiele, Hans Peter Haselsteiner. "Es ist nicht alltäglich, dass ein Landeshauptmann da ist und noch dazu dem zuständigen Landesrat für Kultur die Eröffnung überlässt. Dies ist ein Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung und sie demonstrieren, wie es gehen kann in diesem Land. Damit geben Sie dem Land und seinen Bürgerinnen und Bürgern wieder Mut. Dank und Respekt!"

Dankbar erinnert wurde auch den verdienstvollen Begründer der Komödienspiele, Herbert Wochinz. Dank gab es für alle Sponsoren, darunter vor allem die Sparkasse und das Land Kärnten, ohne die die hohe Qualität nicht aufrechterhalten werden könnte.

Haselsteiner machte auch den Vorschlag, zwischen den Komödienspielen Porcia und dem Bachmannpreis eine Partnerschaft zu bilden. Dies auch als Dankeschön für die Unterstützung durch das Land. In Zeiten leerer Kassen müssten die Kulturveranstalter des ganzen Landes zusammen rücken. Es sollte nicht mehr jeder seine eigene Profilierungsneurose ausleben, seine eigenes Süppchen kochen. Er würde sich über eine solche Einbindung und Bereicherung der Kulturszene freuen, so Haselsteiner.

LR Waldner meinte, dass es ihm als Staatssekretär noch nahezu unmöglich war, einen Platz für die Komödienspiele zu bekommen. Dies zeige, wie gut diese angenommen würden. Sie seien weit über Österreich hinaus bekannt, so Waldner. Auch in den USA seien die Komödienspiele nicht unbekannt, erinnerte er. Es sei auch Ausdruck der neuen Bescheidenheit, dass er und der Landeshauptmann sich Wortmeldungen bei Veranstaltung gleichsam teilen würden.

Es brauche weniger Show, Events, Inszenierung, Instrumentalisierung seitens der Politik. Es gehe darum, Kunst und Kultur zu unterstützen, im Hintergrund helfen, Kreativität fördern. Kultur sei vielmehr Partner auf Augenhöhe bei der Mitgestaltung der Gesellschaft, so Waldner. Von der Politik könne nur ein Anschub kommen. Er hoffe, dass Kunst/Kultur wieder mit denselben Budgets ausgestattet werden können.

Der geschäftsführende Bürgermeister von Spittal, Bernd Sengseis, hob die Qualitäten der Komödienspiele hervor. Sie sprechen das Herz an und das Theater begeistere Alt und Jung.

Der Landeshauptmann zeigt sich von der Vielfalt und Qualität der Komödienspiele sehr beeindruckt. Auch er dankt dem Ensemble mit Intendant Peter Pikl, Präsident Haselsteiner, der kaufmännischen Leiterin Jutta Mitteregger sowie allen Sponsoren und Unterstützern der Komödienspiele für ihr großartiges Engagement. Die Komödienspiele mit ihrer enormen Strahlkraft seien seit Jahrzehnten eine enorme Bereicherung des kulturellen Lebens in Kärnten, so Kaiser.

Der Autor des Stücks „Strategen der Liebe“, Farquhar (1677 – 1707), war ein irischer Dramatiker und Vertreter der sogenannten Restaurationskomödie. Viel Erfolg gab es bereits für das im Stadtpark uraufgeführte Stück von Werner Thuswaldner „Landung in St. Jakob“. Weiters werden heuer aufgeführt: Anatol und sein Größenwahn (von Arthur Schnitzler), Der Herr Karl (von Carl Merz und Helmut Qualtinger), Wie man Hasen jagt (Georges Feydeau) und für die Kinder als Uraufführung das Märchenspiel „Wer hat Angst vorm bösen Wolf“ (von Florian Eisner und Dominik Kaschke). Abgerundet wird der Theatersommer mit einem Schlusskonzert mit Bluespension live von Yasmina Reza.

Infos unter www.komoedienspiele-porcia.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Sucher/Brunner
Fotohinweis: LPD/fritzpress