News

LOKAL

Lebensmittelsaufsicht nahm Schlagobersautomaten und -kannen in Gastronomie unter die Lupe

19.07.2013
Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner: Dringender Bedarf für mehr Sorgfalt bei der Verwendung von Sahneaufschlaggeräten
In einer Landesschwerpunktaktion untersuchte die Kärntner Lebensmittel-Aufsicht Schlagobers aus Schlagobersautomaten und Schlagoberskannen in der Gastronomie, um die Qualität von aufgeschlagenem Obers festzustellen. „Da es hier in der Vergangenheit zu teils gravierenden Problemen kam war es uns wichtig, hier ein spezielles Augenmerk auf die Lebensmittelsicherheit zu legen", gab heute, Freitag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekannt.

Die gezogenen Proben wurden in der Lebensmitteluntersuchungsanstalt untersucht, begutachtet und bewertet. Im Jahr 2013 gab es bei 32 Proben 16 Beanstandungen, was einem Prozentsatz von 50 Prozent entspricht. Dieser lag im Jahr 2010 noch bei 48 Prozent, wobei damals 33 Proben gezogen wurden und 16 Beanstandungen zu verzeichnen waren. „Die qualitativen Beanstandungen weisen auf grobe Hygienemängel bei der Herstellung von Schlagrahm zu Schlagobers und im Umgang mit Schlagobers in Automaten und Kannen hin", fasste Alfred Dutzler von der Lebensmittel-Aufsicht Kärnten zusammen.

Krankheitserreger wie Listeria monocytogenes oder Salmonellen waren jedoch in keiner Probe nachweisbar. „Die Hälfte der kontrollierten Unternehmen wies vorbildliche Hygienezustände auf. Gesundheitsschädigende Auswirkungen für die Konsumentinnen und Konsumenten sind zwar auch bei den beanstandeten Proben auszuschließen, jedoch sollte bei auffälligem Geruch oder Geschmack eine sofortige Reklamation erfolgen", so Prettner.

Die Prüfergebnisse würden die dringende Notwendigkeit für erhöhte Sorgfalt bei der Verwendung von Sahneaufschlaggeräten in der Gastronomie deutlich machen, so Prettner. „Wesentlichste Faktoren sind die Einhaltung der Hygienevorschriften wie regelmäßiges Reinigen und Desinfizieren der Geräte sowie die sachgemäße Lagerung der Ware bei maximal +5°C", so Prettner, die auch darauf aufmerksam macht, dass bei Nichteinhaltung der Qualitätsstandards auch mit Sanktionen wie Verwaltungsstrafen und kostenpflichtigen Nachkontrollen zu rechnen ist.

Um die Qualitätsstandards im Bereich der Lebensmittelsicherheit steigern zu können erhalten die Betriebe bei amtlichen Kontrollen ein Merkblatt über die Hygienekriterien bei Schlagoberskannen und über mikrobiologische Indikatorkeime und deren Bedeutung. Bei der Benachrichtigung von beanstandeten Proben werden beide Merkblätter als Beilage nochmals beigefügt und sollen die Unternehmer bei der Suche und Behebung der Mängel unterstützen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger