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Eindrucksvolle Passionsspiele im Krastaler Marmorsteinbruch

06.08.2013
LH Kaiser besuchte gemeinsam mit NR Hermann Lipitsch, Ltg.-Präs. Reinhart Rohr und BgM. Klaus Glanznig Aufführung und zeigte sich fasziniert und dankt allen Akteuren - Jesusdarsteller ist im Zivilberuf Zimmermann und hat am 24. Dezember Geburtstag.
Ein besonderes Kulturhighlight besuchte Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Kärntens OGB-Vorsitzenden NRabg. Hermann Lipitsch, Landtagspräsident Reinhart Rohr und Treffens Bürgermeister Klaus Glanznig am Montagabend: die Passionsspiele im Krastaler Marmorsteinbruch der Firma Lauster. Mitglieder verschiedener Kulturvereine und Chöre aus den drei benachbarten Gemeinden Arriach, Afritz und Treffen haben sich zusammengeschlossen und laden zu ihren Aufführung im Marmorsteinbruch. Es ist übrigens das jüngste Passionsspiel in Österreich. Gerhard Reichmann hatte die Geschichte vom Leiden und Sterben Christi in die Kärntner Mundart übertragen. Für eine „biblische“ Besonderheit sorgt Jesus-Darsteller Hubert Greiner: Er ist im Zivilberuf Zimmermann und hat tatsächlich am 24. Dezember Geburtstag.

Der Landeshauptmann zeigte sich von den Schauspielern, die mit großem Engagement das Publikum unterhalten, dem Gesang und der Musik sowie der stimmungsvollen weiß strahlenden Naturkulisse begeistert. Die Botschaft von Geburt, Leben, Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi habe immer wieder die Phantasie beflügelt und zu szenischer wie auch musikalischer Gestaltung angeregt.

„Mit den Passionsspielen in diesem einzigartigen Ambiente wurde in Kärnten etwas Neues geschaffen, das sehr viel Anziehungskraft auslöst. Ich möchte allen Akteuren der Passionsspiele herzlich für ihr Engagement danken“, sagte Kaiser. Die Veranstaltung bereite unvergessliche Stunden. Er wünsche den Veranstaltern und allen Aufführungen möglichst viele Besucherinnen und Besucher. „Dieses Passionsspiel stellt einen kulturellen Schwerpunkt für die Region dar und ist eine Bereicherung für Kärnten“, betont Kaiser die Einmaligkeit der Aufführungen im Marmorsteinbruch Lauster. In der Hauptrolle als Jesus beeindruckt Hubert Reiner.

Kärntnerisch geht es auch bei der Musik zu: Franz Einöder hat sich bei der Vertonung der Lieder und Choräle nie allzu weit von der Tradition des Kärntnerliedes entfernt. In die Handlung eingebunden ist ein starker gemischter Chor, der teils die Handlung kommentiert, teils als Sprachrohr Gottes fungiert. Ein Männerquartett verkörpert Jesus mit drei Engeln und die Abendmahlszene vollzieht sich im Dialog zwischen einem zwölfköpfigen Männerensemble und der Solostimme Jesu. Der musikalisch-instrumentale Überbau wurde von Hans Peter Stinnig komponiert, inszeniert hat Horst Bernel.

Eingeflochten ist die turbulente Glaubensgeschichte des Gegendtales, als im 16. Jahrhundert das Gegendtal überwiegend evangelisch-lutherisch war und dann im Zuge der Gegenreformation die Evangelischen vor die Wahl gestellt waren, entweder zu konvertieren oder auszuwandern. Viele verließen ihre Heimat, um sich in Deutschland niederzulassen.

Die Passion sollte auch nachdenklich machen und zeigen, wie wichtig gegenseitige Achtung und Toleranz sind, so Kaiser. Die Veranstalter wollen die Gegendtaler Passion zu einem fixen Bestandteil machen und auch eine Tradition ähnlich wie die Passionsorte Erl/Tirol und St. Margarethen/Burgenland aufbauen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: Büro LH Kaiser