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POLITIK

LH Kaiser empfing Kubas Botschafter Aguilera

28.08.2013
Wirtschaftskontakte zwischen Kärnten und Kuba sollen ausgebaut werden – Ein „Kuba-Tag“ in Kärnten wird geplant
Juan Carlos Marsán Aguilera, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Kuba, stattete heute, Mittwoch, Landeshauptmann Peter Kaiser im Amt der Kärntner Landesregierung seinen Antrittsbesuch ab. Der Botschafter, begleitet von seiner Frau Maiky Diáz-Perez, ist seit zwei Jahren in Österreich. Er zeigte sich von Kärnten überaus begeistert und versicherte, das Land näher kennenlernen zu wollen. Er teilte mit, dass im nächsten Jahr ein „Kuba-Tag“ in Kärnten geplant sei. Am Gespräch nahm auch die Nationalratsabgeordnete Christine Muttonen teil.

Einig waren sich der Landeshauptmann und der Botschafter, dass der wechselseitige Informationsaustausch sowie die Kooperationschancen zwischen Kuba und Kärnten verstärkt werden sollten. Kuba setze intensiv auf Dialog und den Ausbau bilateraler Beziehungen, unterstrich der Botschafter. Kaiser betonte, dass es viel gemeinsames Know-how im Bildungsbereich gebe und hier Kuba viele wichtige Beiträge leisten könne. Kärnten biete zudem viele Möglichkeiten bei den erneuerbaren Energien, informierte Kaiser über zukunftsweisende Kärntner Initiativen und erfolgreiche Unternehmen.

Der Botschafter wies auf die vielen Möglichkeiten und Potentiale seines Landes hin. Das Land, das als Touristenmagnet geschätzt wird, bemühe sich intensiv darum, Investoren und Investitionen zu bekommen. Über zwei Dutzend bilaterale Abkommen habe es geschlossen, Delegationen würden laufend organisiert, um vor allem Wirtschaftskontakte zu knüpfen. Auch mit lateinamerikanischen Ländern gebe es neue Partnerschaften und dies diene unter anderem auch dem Aufbau eines guten Gesundheitswesens.

Der Botschafter zeigte sich an der Entwicklung und den Stärken Kärntens sehr interessiert. Der Landeshauptmann informierte auch über die grenzüberschreitenden Kooperationen sowie über die Euregio zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto. Er erinnerte auch an seine persönlichen Kuba-Besuche, wobei im Zuge einer Delegation vor Jahrzehnten auch ein Gespräch mit Fidel Castro stattgefunden hat.

Kuba befindet sich in einer bewegten Zeit und setzt viele Reformen. Im Februar 2008 wurde Raúl Castro zum Nachfolger seines Bruders Fidel gewählt und zuletzt im Februar 2013 bestätigt. Botschafter Marsán Aguilera wurde im Mai 2011 nach Wien entsandt, wo die kubanische Botschaft auch für die Länder Kroatien und Slowenien zuständig ist.

Der Botschafter trug sich in das Gästebuch des Landes ein. Zum Abschluss wurden auch Gastgeschenke ausgetauscht. Der Botschafter erhielt ein mehrsprachiges Kärnten-Buch, für den Landeshauptmann gab es Rum.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: Gert Eggenberger