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LH Kaiser begrüßte „Friedensradler“

29.08.2013
Radelnd unterwegs von Wien nach Turin wurde in Klagenfurt Station gemacht - Projekt für ein „offenes Europa“
Friedensradfahrt 2013: „Für ein offenes Europa“ von Wien nach Turin. Wie schon in den Jahren 2009 (Wien –Jerusalem) und 2011 (Wien – Sarajewo) machten sich auch heuer österreichische Friedensradler/innen auf den Weg, um für friedensfördernde Werte die Pedale zu treten.

In den 14 Etappen werden österreichische und italienische Orte Anlaufstelle für Begegnungen, Gespräche und Kundgebungen sein, in denen das "offene Europa" unter verschiedenen Aspekten thematisiert wird. Kundgebungen gab es in Eisenstadt („Festung Europa“), in Pinkafeld (Schöpfungsverantwortung), in Oberwart ( Solidarität, Romazentrum) und in Graz (Soziales Europa, Vinzigemeinschaft, Obdachlose).

Gestern, Mittwoch, machten die Radler Station in Klagenfurt. Hier geht es um das Thema Menschenhandel und Prostitution, worum sich die Schwestern vom Kloster Wernberg kümmern. Landeshauptmann Peter Kaiser ließ es sich nicht nehmen, die Friedensradler mit Organisator Dieter Zumpfe im Landhaushof persönlich zu begrüßen. Kaiser dankte für diese Aktion. Sie trage dazu bei, den Blick mehr auf soziale Probleme zu lenken und zeige die Notwendigkeit solidarischer Kooperation und Miteinanders in Europa aber auch weltweit auf. Der Landeshauptmann wünschte für die weitere Rad- und Themen-Tour auf den weiteren Stationen alles Gute und viel Erfolg.

In Italien wird es Begegnungen mit und in Don Bosco-Niederlassungen geben. 2015 feiert Don Bosco seinen 200. Geburtstag. Sein Engagement für die Jugend und sein Eintreten für globales, vorurteilsfreies Denken und Handeln aus dem Glauben, haben nichts an Aktualität verloren. Mit den 1.140 Kilometern wird auch ein Don-Bosco-Flüchtlings-Projekt in Syrien (Jugend für eine Welt) unterstützt: www.jugendeinewelt.at

Idee und Konzept der "Friedensradfahrt" geht zurück auf den im Juli 2011 verstorbenen, österreichischen Journalisten Werner Ertel, der die erste Friedensradfahrt von Wien nach Jerusalem im Jahre 2009 initiiert und mit verschiedenen Partnern realisiert hat. Sein persönliches Leitmotiv ist für die aktuelle Friedensradfahrt verbindlich:

„…unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Es braucht Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen "Mensch" tragen können."

Vier Damen und acht Männer fahren die ganze Strecke, drei Damen und zwei Herren Teilstrecken. Sie kommen aus Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Wer sich mit den Zielen identifizieren könne, ist herzlich eingeladen, sie ein paar oder auch mehrere Kilometer zu begleiten, so die Veranstalter.

Auch die Unterstützung syrischer Jugendlicher mittels online - Spende unter www.jugendeinewelt.at/spendenaktion ist möglich; dort ist dafür eine eigene Spendenseite für die Friedensradfahrt eingerichtet, oder auf das Konto von Jugend Eine Welt Nr.: 92083767 bei der PSK, BLZ 60000 Kennwort Syrien überweisen. Einige Cents oder Euro pro gefahrenen Kilometer eines bestimmten Friedensradlers oder der ganzen Gruppe zu spenden, sehen die Veranstalter bzw. Friedensradler als einen Motivationsschub.

Näheres unter www.friedensradfahrt.eu


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: Büro LH Kaiser