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Kärnten und Istrien intensivieren ihre Beziehungen

11.09.2013
LH Kaiser empfing Delegation aus Istrien mit Regionspräsident Valter Flego an der Spitze – Besuch in Istrien 2014 geplant
Landeshauptmann Peter Kaiser empfing heute, Mittwoch, den Regionspräsidenten der Region (Gespanschaft) Istrien, Valter Flego, der von einer Delegation aus Wirtschaftsvertretern begleitet wurde. Ebenfalls dabei waren der Botschafter Kroatiens in Österreich, Gordan Bakota, der erst vor wenigen Wochen seinen Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Kaiser gemacht hatte, weiters Oriano Otocan von der EU-Integrationsstelle Pula/Brüssel sowie der Präsident der Handwerkskammer, Mario Paliska.

Die Region Istrien stellt sich zurzeit auf der Klagenfurter Messe vor, die von der Delegation besucht wird und die dort auch für ihr Land werben will. Kroatien sei sehr wichtig für Österreich und speziell Istrien auch für Kärnten, unterstrich der Landeshauptmann. Kaiser sagte, dass der heutige Tag der Messeeröffnung auch symbolhaft dafür stehe, die bilateralen Gespräche mit Istrien fortzusetzen. Der Beitritt Kroatiens, auch Mitglied innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria, habe neue zusätzliche Chancen gebracht, die man nun gemeinsam und mit weiteren Nachbarländern nutzen wolle. Die derzeit bestehende Euregio „Senza Confini – Ohne Grenzen“ von Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto sollte erweitert werden, erklärte Kaiser und dies liege auch im Interesse der Regionspräsidenten Luca Zaia (Veneto) und Debora Serracchiani (Friaul-Julisch Venetien). Die Euregio könnte neben Regionen Kroatiens, Sloweniens künftig auch noch nach Salzburg und Bayern reichen, so Kaiser.

Regionspräsident Flego, der erst seit heuer diese Funktion innehat, dankte für die Einladung und lud den Landeshauptmann nach Istrien ein. Flego wies auf die guten Beziehungen zwischen Istrien und Kärnten hin. Besonders der Tourismus spiele eine enorme Rolle, Kärntner seien sehr gerne in Istrien, Kroaten würden auch gerne nach Kärnten kommen. Flego und Kaiser drückten die Hoffnung aus, die Beziehungen zu intensivieren. So könnte etwa im Bereich Tourismus wechselseitig Marketing für Kärnten als Winter- und Istrien als Sommerdestination gemacht werden.

Einig wurde man sich, dass Kärnten Anfang 2014 mit einer Delegation, bestehend aus Vertretern der Politik, Wirtschaft, Industrie, Tourismus, Arbeitnehmervertretung und Landesholding, nach Istrien kommen werde. Ziel sind Kooperationen und Projekte, insbesondere auf der Basis von bis dahin beschlossenen EU-Förderprogrammen.

Die Vertreter aus Istrien zeigten großes Interesse am Kärntner Know-how und an einer Vertiefung der Zusammenarbeit. Ihnen wurden auch die Schwerpunkte Kärntens im Zusammenhang mit der EU-Förderpolitik, von der Technologie über Infrastruktur, Forschung und Entwicklung, Alternativenergien bis hin zu Soziales, Landwirtschaft und grenzüberschreitender Zusammenarbeit nähergebracht.

Angeregt wurde auch die Kooperation aller Regionspräsidenten. Der Landeshauptmann erwähnte auch die Rolle des Ausschuss der Regionen in Brüssel, dem er angehöre. Weiters erneuerte er den Vorschlag, Praktika in den kooperierenden Ländern anzubieten, damit junge Menschen in Ausbildung Erfahrungen in jeweils anderen Sprachen und Kulturen sammeln könnten.

Der Botschafter Gordan Bakota hob ebenfalls die guten Kontakte zwischen Österreich und Kroatien bzw. Kärnten und Istrien hervor und wies auf die Möglichkeiten hin, trilaterale Projekte zwischen Österreich, Slowenien und Kroatien zu ermöglichen und zu unterstützen. Österreich und Kroatien stehen einander durch eine Vielzahl von Verbindungen sehr nahe: historisch, kulturell, menschlich, politisch und wirtschaftlich. Regionspräsident Flego trug sich nach Abschluss der Gespräche auch ins Gästebuch des Landes ein. Die weiteren Delegationsmitglieder waren: Duško Kišberi (Präsidentenkanzlei), Reanna Brajković (Protokoll), Eros Sorić und Sergio Stupar (Handwerkskammer) sowie zwei Journalsiten von Istrian Regional Television.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: LPD/fritzpress