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POLITIK

Kärnten und Weißrussland wollen Zusammenarbeit ausbauen

13.09.2013
LH Kaiser sprach mit Botschafter Valery Voronetsky – Große Potentiale der Kooperation im Energie- und Kulturbereich
Landeshauptmann Peter Kaiser empfing heute, Freitag, den Botschafter der Republik Weißrussland (Belarus) in Wien, Valery Voronetsky sowie Dmitry Belabrodski, Handels- und Wirtschaftsrat an der dortigen Botschaft.

Voronetsky sprach die Beziehungen zwischen Österreich, Kärnten und Belarus an und betonte den Wunsch, die Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Kultur weiter zu vertiefen. Man wolle Kärntner Unternehmen einladen, im Rahmen von Delegationen nach Belarus bzw. in dessen Hauptstadt Minsk zu kommen, um gemeinsame Projekte voranzutreiben. Besonderes Interesse gebe es im Bereich der regenerativen und alternativen Energien.

Der Botschafter, der ausgezeichnete Kärnten-Kenntnisse hat, sagte, dass er auch Greenonetech (St. Veit/Glan) besuchen werde, um Projekte mit diesem Unternehmen möglichst konkretisieren zu können. Sein Land sei arm an Energierohstoffen, setze aber sehr viel Energie in die Modernisierung der Wirtschaft, so Voronetsky.

Der Landeshauptmann stellte die Wirtschaft und die budgetäre Situation des Landes sowie den notwendigen Konsolidierungskurs sowie die künftigen Schwerpunkte kurz vor. Er sagte, dass er die gemeinsamen Kontakte zwischen Kärnten und Belarus auf breiter Ebene unter Mitwirkung der Sozialpartner und des Regierungskollegiums forcieren wolle. Gerade im Bereich Energie und Nachhaltigkeit sowie bei Wirtschaft, Kultur und Tourismus werde es auch seitens der Regierungskollegen LR Rolf Holub und LR Wolfgang Waldner großes Interesse geben.

Eine Zusammenarbeit bzw. Auftritte von renommierten Kulturträgern aus Minsk habe es bereits gegeben, etwa im Rahmen des Carinthischen Sommers. Man sei bestrebt, die kulturellen Kontakte fortzusetzen, auch über den russischen Kulturverein „Carinthia“ in Villach, sagte der Botschafter. Er lud Kärntner Firmen ein, im Rahmen von Wirtschaftsdelegationen der Wirtschaftskammer Österreich nach Minsk zu kommen. Eine Delegation ist für 23./24. Oktober geplant. Auch der Landeshauptmann wurde herzlich eingeladen, Minsk zu besuchen. Kaiser sagte seine Unterstützung zu, um die Beziehungen zwischen Kärnten und Belarus auszubauen.

Belarus habe ein großes Potential für Zusammenarbeit, die gemeinsame Wirtschaftszone zwischen Belarus, Russland und Kasachstan sollte konkrete Kooperationen erleichtern. In den letzten Jahren seien von österreichischen Firmen, unter ihnen auch die Strabag, über eine Milliarde Dollar investiert worden.

Voronetsky, Jahrgang 1963, ist seit Oktober 2011 Botschafter in Wien. Zuvor hatte er viele öffentliche Funktionen inne, so war er stellv. Außenminister der Republik Belarus und auch Botschafter in der Slowakei.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: LPD/ Eggenberger