News

LOKAL

Frantschach ist „rauchfrei“

13.09.2013
Große Eröffnungsfeier bei Mondi Frantschach – Laugenverbrennungskessel setzt neue Standards für Industrie und Umwelt der
Schon von weitem sichtbar ist der riesige, neue Laugenverbrennungskessel „Recovery Boiler 4“ der Firma Mondi in Frantschach, der heute, Freitag, feierlich in Betrieb genommen wurde. Der Boiler wird zu 98 Prozent mit biogenem Brennstoff betrieben und ersetzt zwei Anlagen aus den 50er und 70er Jahren. Mondi Frantschach wird dadurch völlig energieautark und „rauchfrei“. Bei der Einweihungsfeier mit dabei waren neben Landeshauptmann Peter Kaiser die Landesräte Christian Ragger und Wolfgang Waldner, Arbeiterkammerpräsident Günther Goach, Landtagsabgeordneter Michael Johann sowie zahlreiche Bürgermeister der Region. Das Unternehmen war durch zahlreiche hochrangige Mitarbeiter an deren Spitze Peter J. Oswald, CEO Mondi Europe & International, und Gottfried Joham, Geschäftsführer des Werkes Mondi Frantschach vertreten. Eingeladen waren auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standortes.

„Dieser moderne Laugenverbrennungskessel hat große Bedeutung für das Unternehmen, für Frantschach und für Kärnten“, sagte der Landeshauptmann. Die Investition des Weltkonzerns Mondi sei ein klares Bekenntnis von einem der größten Arbeitgeber der Region zum Wirtschaftsstandort Kärnten. „Mit der Errichtung des RB4 werden nicht nur wichtige Arbeitsplätze für unser Bundesland und die Region gesichert, sondern auch deutlich gemacht, wie sinnvolle Nutzung des Rohstoffes Holz funktioniert“, so Kaiser. Der Konzern habe hier in ein zukunftsweisendes Projekt investiert, denn der neue Boiler nutze modernste Technologien, sei resourcenschonend und CO2reduzierend.

130 Jahre am Standort Frantschach würden auch eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Region beweisen. „Bitte bewahren Sie sich Ihre Verbundenheit zu dem Standort“, sagte der Landeshauptmann und bedankte sich bei der Unternehmensführung sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Frantschach. „Ihr Einsatz und Ihr Können ist die Grundlage für solche Investitionen.“

CEO Oswald berichtete, dass der RB4 eine der modernsten Ökostromanlagen Österreichs sei. „Wir glauben an grüne Energie“, so Oswald, der für eine Ökostromnovelle im Sinne der österreichischen Zellstoff- und Papierindustrie plädierte. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gab es höchstes Lob und ein großes Dankeschön. „Frantschach ist ein ausgezeichneter Standort.“

GF Joham bezeichnete den neuen Boiler als grünes Kraftwerk und weithin sichtbaren Leuchtturm. Er sei ein Zeichen einer modernen zukunftsorientierten und nachhaltigen Industrie. „Es ist der Beginn einer neuen Ära für Mondi Frantschach, die Zellstoff- und Papierfabrik kann künftig energieautark arbeiten.“

Bürgermeister Vallant freute sich über ein neues Ortsbild: „Frantschach ist rauchfrei“, sagte er, um gleichzeitig zu erklären, dass es auch bisher nicht geraucht, sondern gedampft habe.

Der Laugenverbrennungskessel „Recovery Boiler 4“ wird zu 98 Prozent mit biogenem Brennstoff betrieben, also mit Lauge, die beim Kochen von Hackschnitzeln im Werk gewonnen wird. Die moderne Technologie trägt zu höherer Produktivität und Effizienz des gesamten Werks in Frantschach bei. Der Boiler ersetzt zwei Anlagen aus den 50er und 70er Jahren und macht Mondi Frantschach völlig energieautark.

Mondi ist ein britisch-südafrikanisches Papier- und Verpackungsunternehmen, das Produktionsstätten in 28 Ländern unterhält und 2012 einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro erzielte. Die Kernmärkte liegen in Zentraleuropa, Russland und Südafrika. 2012 beschäftigte Mondi 21.769 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in allen Bereichen der Papier- und Verpackungsherstellung tätig.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Ragger, LR Waldner
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD/Erich Varh