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Kärnten, eine „Landschaft des Wissens“

Kärnten, eine 17.09.2013
LH Kaiser, LR Waldner und LR Holub sprachen vor Kongress-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern in Velden
„Wage zu denken!“ – Der Aufruf Immanuel Kants wurde zum Leitgedanken der Aufklärung und ist Motto eines hochkarätigen Kongresses, der vom 16. bis 19. September in Velden stattfindet. Veranstalter ist der Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten in Kooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Ziel ist es, eine „Landschaft des Wissens“ zu formen, die ein Denkraum für Menschen sein soll, die sich selbst und aus erster Hand ein Bild von unserer global vernetzten und zunehmend komplexen Welt machen und mit anderen kritischen Menschen darüber diskutieren möchten. Von Landeshauptmann Peter Kaiser sowie den Landesräten Wolfgang Waldner und Rolf Holub wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestern, Montag, am Abend zu einem Empfang im Hotel Villa Bulfon eingeladen. Die drei Regierungsmitglieder dankten den Anwesenden aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur und hießen sie herzlich in Kärnten willkommen.

Der Landeshauptmann sagte, dass man noch mehr Denk-, Gestaltungs- und Dialogqualität nach Kärnten bringen wolle. Denkarbeit solle hier wieder auf fruchtbaren Boden fallen können. Er räumte jedoch ein, dass die Weiterentwicklung des Landes Zeit brauche. Daher wolle man Ideen bündeln und die Menschen auf breiter Basis involvieren. Er will auch wieder mehr Offenheit sowie einen Dialog bzw. Polylog in wichtigen Fragen wie zum Beispiel der Gewichtung von Förderungen. Kaiser sprach zudem die geplante Abschaffung des Proporzes an. Diese biete große Chancen und solle Kärnten und die Demokratie lebendiger machen. Der Kongress in Velden und die „Landschaft des Wissens“ sind für den Landeshauptmann jedenfalls ein toller Erfolg und zeigen, dass Kärnten auch außerhalb der Landesgrenzen wieder positiv registriert werde.

Landesrat Waldner dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kongresses ebenfalls für ihr Engagement, etwas Neues zu schaffen. Er stellte die Ziele der „Zukunftskoalition“ vor, die das System und den Stil des Umganges miteinander verändere. „Wir brauchen Menschen, die hinterfragen, und eine Neudefinition der Grundwerte“, meinte Waldner. Er will auch die Leistungen der Bürgerinnen und Bürger mehr in den Mittelpunkt rücken. Kärnten brauche mehr Selbstvertrauen und das Vertrauen der anderen in unser Land. Image sei extrem wichtig, daran würden Arbeitsplätze, Kaufkraft und Wertschöpfung hängen. Es gelte, die Vergangenheit aufzuarbeiten, dazu zähle vor allem auch der Schuldenberg. Waldner verwies zudem auf 80.000 in Wien lebende gebürtige Kärntner und sagte, dass Kärntner Kinder zukünftig im eigenen Land mehr Erfolgschancen vorfinden sollen. Die „Landschaft des Wissens“ würden daher er und seine beiden Regierungskollegen gerne aus ihren Referaten unterstützen.

Landesrat Holub meinte, dass das Denken in Kärnten etwas freier geworden sei. Er sagte, dass in unserer Welt alles in Geld beziffert werde, was es auch nicht einfach mache, unser Land voran zu bringen. „Aber wir werden es schaffen“, ist Holub überzeugt. Auch beim Veldener Kongress würden Modelle geschaffen, wie es zu schaffen sei. „Hier passiert etwas im Kopf“, so der Landesrat. Er betonte weiters, dass sein Büro immer für die Menschen offen stehe und er hob das Vertrauen innerhalb der Koalition hervor.

Horst Peter Groß dankte den Regierungsmitgliedern als Präsident des Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten. Beim Kongress, der übrigens unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer steht, referieren u.a. der bedeutende deutsche Sozialwissenschaftler Oskar Negt sowie der in Wien geborene Physiker und Systemtheoretiker Fritjof Capra von der University of California in Berkeley. Unter den Gästen beim Empfang waren auch Landtagspräsident Reinhart Rohr und der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger.

Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Waldner/LR Holub
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Raunig