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ASFINAG investiert 400 Mio. Euro für mehr Sicherheit in Kärnten

Landeshauptmann Peter Kaiser und ASFINAG-Vorstand Alois Schedl machten sich im Rahmen der Pressekonferenz auch gleich selbst ein Bild in der Überwachungszentrale am ASFINAG-Stützpunkt Klagenfurt. 21.09.2013
LH Kaiser: ASFINAG sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung – ASFINAG-Vorstand Schedl informierte über Baumaßnahmenpaket – Sanierungsstart auf Nordumfahrung Klagenfurt am 15. Oktober
Bis 2018 investiert der Autobahnerhalter ASFINAG in Kärnten 400 Millionen Euro. Mehr als 50 Millionen Euro werden allein in die Sanierung und technische Aufrüstung der vier Tunnelanlagen auf der Nordumfahrung Klagenfurt investiert, was der Landeshauptstadt bei künftigen Tunnelsperren den Durchzugsverkehr endgültig ersparen wird. Darüber informierte heute, Freitag, ASFINAG-Vorstand Alois Schedl in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landeshauptmann Peter Kaiser in der Autobahnmeisterei Klagenfurt. Als „Meilenstein“ wurde auch der Neubau der zweiten Röhre des Karawankentunnels genannt, für den laut Schedl im Frühjahr 2016 der Tunnelanschlag stattfinden soll.

Landeshauptmann Peter Kaiser dankt der ASFINAG als verlässlichem Partner Kärntens: „Die umfangreichen Investitionen der ASFINAG stärken Kärnten als Wirtschaftsstandort und bringen vor allem auch mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer. Zudem sind sichere Straßen und die gute Erreichbarkeit auch von wesentlicher Bedeutung für den Tourismus.“ Kaiser verweist weiters auf die Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung durch diese Bauprojekte: „Gerade die Bauwirtschaft hat schwer mit den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu kämpfen. Die ASFINAG sichert mit ihren Investitionen Aufträge und Arbeit für unsere heimischen Firmen und Beschäftigten.“

Schedl sagte, dass am 15. Oktober der offizielle Startschuss für die Generalsanierung der Nordumfahrung Klagenfurt erfolgt, bei der es im Wesentlichen um die Tunnel Falkenberg, Trettnig, Lendorf und Ehrentalerberg geht. Während der Sanierungsphase können die Tunnel im Gegenverkehr betrieben werden. Die bisher erforderlichen Ableitungen durch das Klagenfurter Stadtgebiet – eine Strecke mit 18 Ampeln – entfallen somit laut ASFINAG. Alle Anschlussstellen sollen während der gesamten Sanierungsphase in Betrieb bleiben.

Die Sanierungsarbeiten beginnen auf der Richtungsfahrbahn Wien und dauern dort bis Juni 2014. In der Zwischenzeit erfolgt der Gegenverkehrsbetrieb mit 60 km/h-Beschränkung auf der Richtungsfahrbahn Italien. Nach der Sommerpause soll dann die Sanierung der Tunnel in Richtung Italien erfolgen, die bis Juni 2015 dauern soll. Phase II soll laut ASFINAG 2017 mit den abschließenden Arbeiten bei den Tunnel Ehrentalerberg, Falkenberg und Lendorf starten. In letzterem werden bis 2018 Nischen und Querschläge errichtet. Als eine von mehreren Neuigkeiten stellte die ASFINAG das System AKUT vor, das bei „untypischen“ Geräuschen im Tunnel automatisch Alarm schlägt.

Mit Volldampf gearbeitet wird auch am Neubau der zweiten Röhre des etwa acht Kilometer langen Karawankentunnels. Die Vereinbarungen mit Slowenien, das 46 Prozent des Tunnels betreibt, wurden getroffen. Die Planungen laufen mittlerweile, im Frühjahr 2016 soll der Startschuss erfolgen. Errichtet wird eine neue, moderne Röhre mit einer Sicherheitsausstattung nach dem letzten technischen Stand. Sie soll Anfang 2019 fertig sein. Die Bestandsröhre wird im Anschluss so adaptiert, dass sie als Fluchtstollen genützt werden kann. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 300 Millionen Euro, 160 Millionen davon trägt die ASFINAG.

ASFINAG-Vorstand Schedl verwies noch auf weitere wichtige Projekte in Kärnten, wie etwa die Errichtung von Rastplätzen und den Ausbau des ASFINAG-Lichtwellenleiternetzes.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm