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Gesundheitsreform: Bundeszielsteuerungsvertrag für die Jahre 2013 bis 2016 beschlossen

24.09.2013
LHStv.in Prettner: Modernes Gesundheitssystem entsprechend dem „ Best Point of Service“ ist das Ziel
In der Sitzung der Kärntner Landesregierung wurde heute, Dienstag, der Beschluss für den Bundeszielsteuerungsvertrag für die Jahre 2013 bis 2016 gefasst. Das gibt Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekannt. „Bund, Länder und Sozialversicherung haben sich darauf verständigt, ein partnerschaftliches Zielsteuerungssystem zur Steuerung von Struktur, Organisation und Finanzierung der österreichischen Gesundheitsversorgung einzurichten. Die Zielsteuerung-Gesundheit verfolgt die Zielsetzung, qualitativ bestmögliche Gesundheitsdienstleistungen und auch deren Finanzierung sicherzustellen“, erklärte Prettner.

Ein wesentlicher Bestandteil der partnerschaftlichen Zielsteuerung-Gesundheit sei die Finanzzielsteuerung, so Prettner weiter. Im Zuge dieser soll das Wachstum der öffentlichen Gesundheitsausgaben bis zum Jahr 2016 an das mittelfristige Wachstum des BIP herangeführt werden. Basierend auf dem Bundes-Zielsteuerungsvertrag werden auf Landesebene detaillierte privatrechtliche Landes-Zielsteuerungsverträge erstellt und abgeschlossen. Dieser gewählte Ansatz, die Zielsteuerung auf dem Gebiet der Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen sowohl im intra- als auch extramuralen Bereich durch privatrechtliche Verträge samt eines darin enthaltenen Sanktionsregimes vorzunehmen („Zielsteuerung-Gesundheit“), stellt eine Neuheit dar.

Ziel im Bereich der Versorgungsstrukturen ist die Leistungserbringung für ausgewählte tagesklinische Leistungen entsprechend dem „ Best Point of Service“ in adäquaten nicht stationären Versorgungsformen zu forcieren, die präoperative Verweildauer auf das medizinisch notwendige Maß anzupassen, unterschiedliche Versorgungs- und Leistungsdichten im akutstationären und ambulanten Bereich vor dem Hintergrund vorhandener nationaler und internationaler Indikatoren mit Bandbreiten zu analysieren und evidente Über-, Unter- und Fehlversorgung auf Landesebene zu beseitigen. „Gemeinsames Ziel der Vertragspartner ist ein modernes Gesundheitssystem, das nicht nur auf Dauer finanzierbar ist und bleibt, sondern vor allem auch höchste Qualität für die Patientinnen und Patienten sicherstellt“, betonte Prettner, dass die Gesundheitsreform als Zukunftschance zu nutzen ist.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm