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Erfolgreiche grenzüberschreitende Großübung im Karawankentunnel

09.10.2013
Bezirkshauptmann Bernd Riepan als Einsatzleiter und Katastrophenschutzreferent LH Kaiser danken allen Einsatzkräften und Beteiligten
"Gemeinsam zum Erfolg, gemeinsam retten, löschen und bergen“ – das war das Motto der bisher größten Einsatzübung in einem Autobahntunnel in der Geschichte Österreichs. Gestern, Dienstag, nahmen daran mehr als 450 Personen aus Österreich und Slowenien im acht Kilometer langen Karawankentunnel auf der A11 Karawankenautobahn teil. Von der erfolgreichen Umsetzung des Übungsmottos konnten sich auch der slowenische Verteidigungsminister Roman Jakič, Kärntens zweiter Landtagspräsident Rudolf Schober in Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Landesamtsdirektor Dieter Platzer überzeugen.

Ziele dieser Übung waren die Erprobung der grenzüberschreitenden Einsatzabläufe der Rettungsorganisationen für den Ernstfall sowie die Kommunikation. Laut dem Einsatzleiter auf österreichischer Seite, Villachs Bezirkshauptmann Bernd Riepan, wurden sie mehr als erfüllt. Im Rahmen einer Analyse der Übung werde man Verbesserungen in die technischen Abläufe der Einsatzpläne einarbeiten. Riepan dankt allen Beteiligten sowie den Einsatzkräften, vor allem auch den vielen freiwilligen, für ihren beherzten und disziplinierten Einsatz. Diesem Dank schließt sich auch der Landeshauptmann als Katastrophenschutzreferent an. „Die vielen engagierten Mitglieder unserer Kärntner Behörden, Rettungs- und Einsatzorganisationen arbeiten perfekt zusammen. Auf sie können wir uns im Ernstfall verlassen“, drückt Kaiser seinen Stolz auf die Einsatzkräfte aus.

Im Rahmen der Großübung wurde um Punkt 20.05 Uhr im Tunnel der Alarm ausgelöst, der in der ASFINAG-Überwachungszentrale Klagenfurt einging. Binnen Sekunden ging der Alarm weiter an die ASFINAG-Brandschutzgruppe vor dem Karawankentunnel und die Einsatztruppe war vier Minuten später bereits am „Unfallort“ mitten im Tunnel. Das Szenario dort: ein Kleinbus mit neun Personen und ein Pkw waren miteinander kollidiert, ein weiteres Fahrzeug war aufgefahren, ein Pkw hatte zu brennen begonnen und ein Rückstau hatte sich bereits in beiden Fahrtrichtungen gebildet. Etwa 100 Personen versuchten zu flüchten. Innerhalb weniger Minuten waren alle Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Feuerwehren, Polizei und der ASFINAG vor Ort. Auf slowenischer Seite waren laut Übungsannahme weitere vier Fahrzeuge miteinander kollidiert. Aufgrund der hohen Anzahl an Verletzten bezogen die Slowenen sogar die umliegenden Krankenhäuser in die Übung mit ein.


Rückfragehinweis: BH Villach; ASFINAG
Redaktion: ASFINAG/Köffler/Böhm