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Land Kärnten fördert Anschaffung von Rauchwarnmeldern nach dem „2-Sinnes-Prinzip“

15.10.2013
LHStv.in Prettner: Barrierefreie Sicherheit für gehörlose und schwer hörbehinderte Menschen muss im Rahmen des Kärntner Chancengleichheitsgesetzes sichergestellt sein
Wie bekannt, gibt es seit dem 1. Juli 2013 die gesetzliche Verpflichtung zur Installierung von Rauchwarnmeldern in Wohnräumen. Dass gehörlose Menschen sowie Menschen mit schweren Hörbehinderungen im Sinne des Kärntner Chancengleichheitsgesetzes einen Rauchwarnmelder nach dem „2-Sinnes-Prinzip“ benötigen, ist die logische Konsequenz daraus, auf die das Land Kärnten nun reagiert.

„In Zusammenarbeit mit der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung und der Abteilung 4, Kompetenzzentrum Soziales, wurde in den vergangenen Wochen an einer Problemlösung gearbeitet, die den hörbehinderten Menschen bei der Anschaffung der wesentlich teureren Spezial-Rauchwarnmelder unter die Arme greifen soll. Derzeit werden noch einige Angebote für die speziellen Rauchwarnmelder eingeholt, doch so viel kann schon gesagt werden: Eine teilweise, wenn nicht sogar vollständige Übernahme der Anschaffungskosten wird durch das Land Kärnten möglich gemacht“, gab Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, bekannt.

Behindertenanwältin Isabella Scheiflinger macht deutlich: „Dort wo keine Wohnbaugenossenschaft oder eine Betreuungseinrichtung die Kosten übernimmt, wird das Land Kärnten einspringen, was eine wesentliche finanzielle Erleichterung für die Betroffenen bedeuten wird, da es bis dato mit Ausnahme der Förderungen des Bundessozialamts, allerdings nur für Ausgleichszulagenempfängerinnen und -empfänger, keine Förderung für diese ‚behindertenspezifischen Mehrkosten‘ gab.“

Mit der neu zu öffnenden Förderschiene solle sichergestellt werden, dass es in Kärnten zu keinen sicherheitstechnischen Einschränkungen aufgrund einer Hörbehinderung kommt, betonte Prettner. „Die genaue Höhe des Zuschusses wird sich auf Basis der eingeholten Angebote ergeben, Betroffene können sich aber schon jetzt über die weitere Vorgehensweise im Sozialreferat des Landes Kärnten informieren lassen bzw. ihre Anträge einbringen“, machte die Sozialreferentin aufmerksam.

Info: Betroffene melden sich bitte im zuständigen Sozialreferat beim Amt der Kärntner Landesregierung.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm