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50 Jahre Berufsschule Wolfsberg

16.10.2013
Bildungsreferent LH Kaiser übergab 3D Drucker - „Bei Fachberufsschulen ist Österreich Europameister“ - 1. CNC Kongress im Lavanttal
In den Kulturstadtsälen Wolfsberg (Kuss) feierte Dienstag am Abend die Fachberufsschule Wolfsberg ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum. Gleichzeitig wurden die Teilnehmer des "Vocational Education Metal Congress 2013“ (VEMC 2013) begrüßt. Zum europaweit ersten Metall- und CNC-Kongress in Wolfsberg kamen bis zu 200 Gäste, darunter Trainer, Wirtschaftstreibende und Vertreter von Fortbildungseinrichtungen aus 20 Nationen, zum Netzwerken und gegenseitigem Wissensaustausch. An der Feier und offiziellen Kongresseröffnung nahmen seitens des Landes auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und der amtsführende Präsident des Landesschulrates, Rudolf Altersberger, teil.

Der Landeshauptmann, er begrüßte die Gäste in Englisch, Slowenisch und Italienisch, thematisierte in seinem Kurzinterview mit Moderator Bernhard Bieche die Bedeutung der Fachberufsschulen des dualen Ausbildungsweges und des Kongresses. Kärntens und Österreichs Fachberufsschulen sind Europameister und der duale Ausbildungsweg, Schule mit Lehre, wird von immer mehr Staaten in Europa übernommen und studiert“, betonte er. Bildungswege seien heute nach oben hin offen und müssten daher forciert werden. Gleichzeitig dankte Kaiser den hochqualifizierten und engagierten Pädagogen für ihre ausgezeichnete Arbeit.

Als Jubiläumspräsent übergab Kaiser an Fachberufsschuldirektor Norbert Aichholzer 3D Drucker, deren Ankauf seitens des Landes mitfinanziert wurde. „Sie stehen für eine neue digitale Zukunft und sind eine Innovation für die Schule", waren sich Kaiser und Aichholzer einig.

Viel Lob gab es auch für den ersten Metall- und CNC-Kongress. „Wenn 20 Nationen den Weg in das Lavanttal finden, ist das ein Erfolg und spricht für die ausgezeichnete Arbeit der Organisatoren", dankte Kaiser den Kongress- und Projektorganisatoren Norbert Aichholzer und Herbert Eile. Seitens des Bildungsreferenten gab auch ein klares Bekenntnis zum internationalen Wissens- und Bildungsaustausch. Er sollte und muss in Europa forciert und ausgebaut werden.

Landeschulratspräsident Rudolf Altersberger ging auf die Lehrlingsausbildung in den Fachberufsschulen und die Lehre mit Matura ein. „Industrie und Wirtschaft brauchen gut ausgebildete Jugendliche in allen technischen Bereichen. Sie sind unsere Zukunft", betonte Altersberger.

Im Rahmen des Galaabends wurde auch auch das 50-jährige Bestehen der Fachberufsschule gefeiert und die Ecomedia Europe Awards für CNC Technik verliehen. Gegründet wurde die Schule bereits im Jahr 1898, die Grundsteinlegung für den Standort in St. Jakob, wo seither alle Berufsausbildungen ihren Fixplatz haben, erfolgte aber erst vor 50 Jahren. Die Schule gehört zu den führenden Berufsschulen in Europa und wird von rund 1.000 Schülern besucht.

Im Zuge des fünftägigen Kongresses widmen sich die Kongressteilnehmer neben Workshops auch dem neuen europäischen CNC-Führerschein, der vom Kärntner Berufsförderungsinstitut (bfi) angeboten wird. Prominentester Kongressreferent ist der CNC-Pionier und Software-Erfinder Siegfried Keller. Ein Kongressziel ist der Imagegewinn für die Lehre im Metallbereich sowie die Etablierung des Lavanttals zur Drehscheibe im Metallsektor. Eingebunden in die Parallelworkshops sind neben dem bfi in St. Stefan und der Fachberufsschule auch die HTL Wolfsberg und die Technische Akademie in St. Andrä.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Erich Varh