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POLITIK

Kommende Bundesregierung muss sich klar zum Öffentlichen Verkehr bekennen

16.10.2013
LR Holub: Geplante Resolution des Landes soll Forderungen nach Bekenntnis zu Öffis unterstreichen
Ein deutliches Bekenntnis zum Öffentlichen Verkehr erwartet sich Verkehrsreferent LR Rolf Holub von Seiten der kommenden Bundesregierung. In den letzten 20 Jahren sei auf Bundesebene eine völlig verfehlte Verkehrspolitik verfolgt worden, die vor allem den Öffentlichen Verkehr im ländlichen Bereich in eine Abwärtsspirale getrieben habe, kritisiert er. In der nächsten Sitzung der Kärntner Landesregierung will Holub das Regierungskollegium auf die hohe Bedeutung des Öffentlichen Verkehrs für Kärnten einschwören und auf eine gemeinsame, offensive Linie gegenüber der Bundesregierung bringen. So sei auch die Verabschiedung einer klaren und deutlichen Resolution seitens des Landes an die kommende Bundesregierung geplant.

Gleichzeitig will Holub auf Bundesebene verstärkt die Interessen des Öffentlichen Verkehrs in Kärnten deponieren: „Ich will auf Basis von Gesprächsrunden auf Bundesebene für mehr Verbindlichkeit gegenüber dem Öffentlichen Verkehr sorgen. Es kann nicht sein, dass die Länder immer weniger Finanzierungsmittel zur Verfügung gestellt bekommen. Das werden wir uns so nicht gefallen lassen“, erklärt er. So sei etwa die Pro-Kopf-Quote, bei der den Ländern nach Schülerinnen- und Schüleranzahl Bundesmittel für den Öffentlichen Verkehr zur Verfügung gestellt werden, verkehrspolitischer Nonsens. „Damit hungert man Abwanderungsregionen immer weiter aus und verschlimmert die Situation des Öffentlichen Verkehrs zunehmend“, so der Verkehrslandesrat. „Wir kämpfen in dieser Sache nicht nur um ein besser ausgebautes Netz im ländlichen Raum, sondern schlussendlich auch um die Sicherheit der Fahrgäste“, ist sich Holub der Herausforderungen bewusst.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm