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Unabhängige Opferschutzkommission geplant

19.10.2013
LHStv.in Prettner: Kärnten stellt Opferschutz auf breitere Basis
In der Regierungssitzung am kommenden Dienstag legt Kärntens Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner einen Antrag auf Einrichtung einer Opferschutzkommission zur Beschlussfassung vor. Der Opferschutz befasst sich mit den Fällen der Gewalt- und Missbrauchsopfer aus Einrichtungen des Landes und der KABEG, die im Rahmen einer Jugendwohlfahrtsmaßnahme untergebracht waren. Neben der Evaluierung der Entschädigungsleistungen werden als weitere Leistung auch Therapien und psychologische Nachsorge angeboten. Bisher war lediglich eine Landesbedienstete hauptverantwortlich für die Abwicklung und Beurteilung dieser Fälle, was für Prettner nicht weitreichend genug war.

„Um diese tragischen Fälle nach einer Anzeige rasch aufarbeiten zu können, wird nun auch in Kärnten eine unabhängige Opferschutzkommission eingerichtet“, so Prettner. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft wird als unabhängige Anlaufstelle fungieren, wo die Erstgespräche stattfinden sollen. Die in weiterer Folge zu erstellenden Berichte ergehen im Anschluss an die Kommission, die in der Sache berät und über die Höhe der Entschädigungsleistung zu entscheiden hat, wobei sich die Höhe an der sogenannten Klasnic-Kommission mit orientiert.

Folgende Mitglieder sind Teil der Kommission, deren Arbeit ehrenamtlich und unentgeltlich erfolgt: Emmerich Plach (ehem. Staatsanwalt), Sigrid Zeichen (Psychotherapeutin), Reinhard Sladko (ehem. LAD), Josef Duller (gef. Abteilungsvorstand der Abt 5), Huberta Holzmann (Abt 4).


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Brunner