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Empfang von Migrantinnen und Migranten aus dem Gailtal

21.10.2013
LH Kaiser hieß Teilnehmerinnen und Teilnehmer des gemeinsamen Integrations-Projektes von BH Hermagor und FH Kärnten im Spiegelsaal willkommen
Mitte September wurde im Bezirk Hermagor ein Integrationsprojekt für Zuwanderer gestartet. Das einzigartige Projekt ist eine Initiative der Bezirkshauptmannschaft Hermagor und der Fachhochschule Kärnten, es läuft unter dem Motto „Migration als Chance für den ländlichen Raum - Integration durch Qualifikation“.

Ziel des Projektes ist die Integration nicht deutschsprachiger Migrantinnen und Migranten durch die gezielte Heranführung an die deutsche Sprache und die regionale Kultur. Wesentliche Intention ist es, das Potential der Zuwanderinnen und Zuwanderer zu nutzen und diese nachgefragten und größtenteils bereits hier beschäftigten Personen samt ihrer Familien auch auf Dauer in der Region, die von Abwanderung gekennzeichnet ist, zu halten.

Landeshauptmann Peter Kaiser unterstrich anlässlich des Auftaktes in Hermagor die Bedeutung des erstmals in dieser Form umgesetzten Projektes, um den Zuwanderern die nötige Solidarität und Wertschätzung zu geben und beizutragen, den negativen Bevölkerungssaldo zu verringern. Integration habe auch Lebensqualität und Wohlfühlen zu bedeuten, so Kaiser. Das Projekt, wissenschaftlich begleitet durch die FH Kärnten, sollte auch dazu führen, gewonnene Erkenntnisse möglichst auf andere Regionen auszuweiten.

Heute, Montag, nahmen 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der im Projekt gratis angebotenen Deutschkurse die Gelegenheit wahr, den Landeshauptmann zu besuchen. Kaiser hatte sie zum Empfang in den Spiegelsaal und zur Besichtigung der Landesregierung bzw. seines Büros eingeladen. Er hieß sie herzlich willkommen und freue sich über das Projekt, das sehr gut laufe. Insgesamt nehmen 34 Personen aus unterschiedlichsten Nationalitäten daran teil. Er informierte über die wesentlichen Aufgaben der Landesregierung, des Landtags und der Landesverwaltung und stellte das Regierungskollegium näher vor.

Regierungsrat Gerhard Gruber gab weitere Informationen über die Landesverwaltung und stand den interessierten Migrantinnen und Migranten Rede und Antwort. Begleitet wurden sie von den Deutschkursleiterinnen Isabella Koller und Maria Wedenig sowie von der Stadtführerin Astrid Legner.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes, das bis Jahresende dauert, haben heute auch einen Besuch des Landtags sowie des Herzogsstuhls auf dem Programm. Das Projekt zielt auf die stärkere Partizipation am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben. Im Speziellen wird daher auf regionale und kulturelle Gepflogenheiten, historische und arbeitsmarktbezogene Besonderheiten sowie regionale Einrichtungen und Gespräche mit politischen Vertretern eingegangen. Das Interesse am Integrationsprojekt sei enorm, bestätigt auch Bezirkshauptmann Heinz Pansi.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Foto: LPD/Just