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Landeswohnbaureferenten fordern Maßnahmen für leistbares Wohnen

23.10.2013
LHStv.in Schaunig bei Tagung in Graz – Gesetzliche Vorgaben sollen durchforstet und „Preistreiber“ hinterfragt werden
Die Reduzierung der Baukosten im sozialen Wohnbau ist ein vorrangiges Ziel der Wohnbaureferentinnen und -referenten aller Bundesländer. Dafür sollen die gesetzlichen Vorgaben durchforstet und „Preistreiber“ hinterfragt werden. LHStv.in Gaby Schaunig sieht darin die Ambitionen der Kärntner Landesregierung bestätigt: „Alle Bundesländer sind sich einig, dass sowohl die Baukosten als auch die laufenden Kosten auf Grund rechtlicher Rahmenbedingungen zu hoch sind. Hier gehört angesetzt, Kärnten ist bereits mitten im Prozess, eine Harmonisierung mit den Bundesländern ist aber wünschenswert.“

Konkret haben die Landeswohnbaureferenten bei ihrer Tagung heute, Mittwoch, in Graz beschlossen, die baurechtlichen Bestimmungen in den Bereichen Brandschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit im Hinblick auf Kosteneinsparungspotentiale zu durchforsten und bestehende Standards auf ihre Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Experten sollen entsprechende Vorschläge erarbeiten. „Es geht nicht um die Reduzierung von Qualität, sondern um die Steigerung der Effizienz. Der soziale Wohnbau hat dafür Sorge zu tragen, dass sich auch Menschen mit niedrigem Einkommen entsprechenden Wohnraum leisten können“, so Schaunig. Beispielsweise solle zukünftig auf den Einbau von Notkaminen verzichtet werden.

Zurück an den Verhandlungsstart wollen die Bundesländer auch im Zusammenhang mit den vom Bund bewilligten zusätzlichen 276 Millionen Euro für den Wohnbau. Die derzeitigen Vorgaben des Bundes würden es den Bundesländern – mit Ausnahme von Wien – unmöglich machen, die Mittel in Anspruch zu nehmen, da der dafür notwendige finanzielle Landesbetrag zu hoch sei. „Die Länder brauchen gerade jetzt das Geld, um Investitionen in die Wirtschaft setzen zu können", so Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Böhm