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KULTUR

Geballtes Expertentum im neuen Kärntner Kulturgremium

29.10.2013
Konstituierende Sitzung des Gremiums – LR Waldner begrüßt kritische Geister als Seismografen der Gesellschaft – Erstmals eine Frau Vorsitzende
Das Kärntner Kulturgremium als beratendes Gremium für die Landesregierung hielt gestern, Montag, auf Initiative von Kulturlandesrat Wolfgang Waldner seine konstituierende Sitzung ab. Aufgrund der neuen Gesetzgebungsperiode des Kärntner Landtages wurde die Neubesetzung der 32 Mitglieder des Kärntner Kulturgremiums gemäß Kulturförderungsgesetz 2001 öffentlich ausgeschrieben.

In der Sitzung wurde die Musikwissenschafterin Walburga Litschauer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien zur Vorsitzenden gewählt. Als Stellvertreter wurde Erich Schwarz, Dekan der Fakultät der Wirtschaftswissenschaften an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, gewählt. „Es freut mich besonders, dass es gelungen ist, bei der Neubesetzung, den Anteil an Frauen und der slowenischen Volksgruppe entsprechend gesteigert zu haben“, so Waldner.

„Das Kulturgremium wurde von meinen Vorgängern wenig ernst genommen. Ich begrüße die kritischen Geister jedoch als wichtige Seismografen der Gesellschaft“, betonte Waldner. Im August dieses Jahres wurde das Kärntner Kulturförderungsgesetz u.a. dahingehend geändert bzw. ergänzt, dass bei der Bestellung der einzelnen Mitglieder des Kulturgremiums auf eine ausgewogene Besetzung zwischen Männern und Frauen sowie die Berücksichtigung der slowenischen Volksgruppe Bedacht genommen werden solle.

Mit der Neubesetzung stehe dem Land nun ein geballtes Expertentum in Kunst- und Kulturfragen zur Verfügung. „Ich sehe im Kulturgremium einen Weisenrat, der uns in Zukunft bei Gesetzesentwürfen, Verordnungen, kulturellen Großvorhaben, bei der Zusammenarbeit von mehreren Ländern oder beim Jahresbericht über die Kulturförderungen beratend zur Seite steht“, weist Waldner auf die Aufgaben hin. Weiters seien die Stellungnahmen des Kulturgremiums auch zu grundsätzlichen Fragen der Kulturpolitik erwünscht, ebenso die Vorschläge zur Lösung wichtiger Kulturprobleme.

Die Zukunft der Kultur in Kärnten sei laut Waldner geprägt von einem einheitlichen Kulturbegriff, einem Paradigmenwechsel im Umgang mit der Kultur sowie einem optimierten und vor allem transparenten Förderwesen. Die Mitgliedschaft im Kulturgremium ist laut Waldner eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Weiters wurden die Vorsitzenden und weiteren Mitglieder der acht Fachbereiche - Bildende Kunst, Literatur, Musik, Wissenschaft, Darstellende Kunst, Baukultur, Volkskultur und Elektronische Medien, Fotografie und Film – wie folgt gewählt:

Bildende Kunst:
Armin Guerino, Vorsitzender
Andreas Klimbacher
Andreas Krištof, stv. Vorsitzender
Inge Vavra

Literatur:
Fabjan Hafner, Vorsitzender
Lojze Wieser
Katharina Herzmansky
Gerda Moser, stv. Vorsitzende

Musik:
Tonč Feinig, stv. Vorsitzender
Dieter Kaufmann, Vorsitzender
Walburga Litschauer
Christoph Hofer

Volkskultur:
Hans Brunner
Martina Piko-Rustia, stv. Vorsitzende
Heimo Schinnerl, Vorsitzender
Johanna Wiedenig

Wissenschaft:
Bettina Golob, Vorsitzende
Petra Hesse
Lisa Rettl
Erich Schwarz, stv. Vorsitzender

Darstellende Kunst:
Herbert Gantschacher, Vorsitzender
Angelica Ladurner
Maja Schlatte, stv. Vorsitzende
Marjan Štikar

Baukultur:
Friedrich Breitfuss
Sonja Gasparin, stv. Vorsitzende
Gerfried Ogris
Eva Rubin, Vorsitzende

Elektronische Medien, Fotografie und Film:
Theres Cassini
Horst L. Ebner
Robert Schabus, Vorsitzender
Matthias Wieser, stv. Vorsitzender


Rückfragehinweis: Büro LR Waldner
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger