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Stadt Villach setzt mit „GENIAL“ auf Zusammenarbeit der Generationen

31.10.2013
LHStv.in Prettner: Miteinander von Jung und Alt am Arbeitsplatz wird gefördert
Das Kärntner Landesprojekt „GENIAL - Generationen im Arbeitsleben“ beeinflusst seit dem Jahr 2009 das Zusammenwirken der Generationen im Arbeitsleben positiv. Durch gezielte Maßnahmen soll die Zusammenarbeit von Jung und Alt in Betrieben gefördert werden, um so einerseits die Produktivität am Arbeitsplatz und andererseits die Zufriedenheit der weiblichen und männlichen Mitarbeiter zu steigern. Heute, Donnerstag, konnte die Stadt Villach im Rahmen einer offiziellen Vertragsunterzeichnung als 25. Kärntner Arbeitgeber und bis dato größter und erster öffentlicher Betrieb im Projekt GENIAL aufgenommen werden.

„Ich freue mich außerordentlich, dass die Stadt Villach, die bereits großen Bedacht auf die Gesundheitsförderung sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legt, nun auch einen neuen Schwerpunkt setzt, um junge und ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Zusammenarbeit zu stärken", betonte Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner, die gemeinsam mit Stadträtin Gerda Sandriesser die Verträge zwischen Stadt und Land besiegelte.

„57 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind älter als 45 Jahre. Im handwerklichen Bereich sind es 68 Prozent", sagte Sandriesser. „Wir wissen, dass wir in den kommenden Jahren einen hohen Mitarbeiterstand jenseits des 50. Lebensjahres haben werden. Es ist wichtig, dass diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon jahrzehntelang im Arbeitsprozess stehen, weiterhin gesund und motiviert ihr Arbeitspensum erledigen können. Nur so sind die kommunalen Herausforderungen zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger zu bewältigen."

Das Projekt „GENIAL" unterstützt Unternehmen beim Veränderungsprozess im Hinblick auf Herausforderungen des demografischen Wandels. „Ein wesentlicher Fokus dieser Landesinitiative liegt auf einem positiven Miteinander der Generationen im Arbeitsleben", so Prettner. Im Rahmen des Projektes finden gezielte Workshops und Schulungen statt, die sich maßgeschneidert an einer Ist-Standanalyse des Betriebes orientieren. Wesentliche Faktoren sind die Altersstrukturanalyse, die Arbeitszufriedenheit oder auch die Evaluierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Auf Basis der erhobenen Daten werden die jeweils zu setzenden Maßnahmen stetig erweitert und den Bedürfnissen angepasst. Nach zwei Jahren der Umsetzung erfolgt eine Evaluierung der Wirksamkeit.

„Gerade in Anbetracht der demographischen Entwicklung können Projekte wie GENIAL nicht hoch genug geschätzt werden. Denn es gilt nicht nur die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, sondern auch das Know-how der älteren Beschäftigten auch nach deren Ausscheiden aus der Arbeitswelt im Betrieb halten zu können", so Prettner über die Landesinitiative.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner/ Monika Zore