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Verkehrsinsel in Tschachoritsch notwendig

06.11.2013
LR Köfer: Sicherheit geht vor Geschwindigkeit
Auf Anregung der Interessensgemeinschaft Tschachoritsch (IGT) und der Gemeinde Köttmannsdorf wurde im Auftrag der Kärntner Landesregierung von der Abteilung 9 –Kompetenzzentrum Straßenbau und Brücken ein Konzept zur Geschwindigkeitsreduktion auf der L99 im Bereich Tschachoritsch erarbeitet, geplant und durchgeführt. Nach dem Konzept wurde eine Verkehrsinsel mit einseitigem Verschwenk (leichte rechts Kurve) errichtet, die den Richtlinien für Verkehr und Straßen in allen Bereichen entspricht.

Die Verkehrsinsel auf der L99 sei eine notwendige Maßnahme gewesen, um Temposünder im bewohnten Abschnitt bei Tschachoritsch einzubremsen und so die Sicherheit der Anrainer auf der Köttmannsdorfer Landestraße zu gewährleisten, betont Landesrat Gerhard Köfer. Die Ergebnisse einer Geschwindigkeitsmessung belegten die positive Verbesserung deutlich.

„Aus verkehrspsychologischer Sicht und aus den Erfahrungen in ähnlichen Situationen weiß man, dass solche Tempobremsen besonders in der Anfangszeit bei den meisten Verkehrsteilnehmern auf Ablehnung stößt, da diese ihre Gewohnheiten sowohl im Fahrverhalten als auch in der Fahrgeschwindigkeit ändern und anpassen müssen. Auf Grund der Tatsache, dass es in diesem Bereich eine 70 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung gibt, die aber von den Verkehrsteilnehmern meist ignoriert wurde, musste dieser Abschnitt mittels der Verkehrsinsel entschärft werden, um die Sicherheit der Anrainer in Tschachoritsch zu gewährleisten“, so Köfer

Nach einer umfassenden Geschwindigkeitsmessung liegen nun bereits repräsentative Ergebnisse vor, die den Erfolg dieser Maßnahme deutlich machen. Vor der Umsetzung betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 72km/h und wurde mit der Errichtung der Verkehrsinsel um 7 km/h, also auf 65 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit gesenkt. Die Messungen zeigten auch, dass die sogenannte V85 - das ist jene Geschwindigkeit, welche von 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht überschritten wird, auch um 7 km/h gesenkt werden konnte.

„Entgegen dem allgemeinen Trend, wonach derartige temporeduzierende Maßnahmen erst nach sechs bis sieben Monaten nennenswerte Erfolge erzielten, freut es mich besonders, dass wir diesen problematischen Abschnitt bereits nach wenigen Monaten erfolgreich entschärfen konnten und die Maßnahme im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit und Emissionsreduzierung Wirkung zeigt“, so Köfer.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Zajic/Brunner