News

LOKAL

„Licht ins Dunkel“-Urkunden für Lavamünd-Spender

06.11.2013
LH Kaiser dankte ORF, Helfern und Spendern bei Empfang anlässlich des Jahrestages der Hochwasserkatastrophe
Vor einem Jahr überspülten Drau und Lavant das gesamte Ortszentrum von Lavamünd, der Ortsteil Drauspitz stand teilweise meterhoch unter Wasser. Diese Umweltkatastrophe verursachte Schäden in Millionenhöhe, mehrere Menschen wurden sogar vorübergehend obdachlos. Was aber dann einsetzte, beeindruckt die Lavamünder noch heute. Freiwillige Helfer aus ganz Österreich unterstützten sie und die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten und über die ORF-Spendenaktion „Licht ins Dunkel“ kamen in kürzester Zeit 500.000 Euro für die Hochwasseropfer zusammen. Gestern, Dienstag, am Jahrestag der Katastrophe wurden Großspender bei einem Empfang im „Torwirt“ in Lavamünd im Rahmen einer Urkundenverleihung dankend vor den Vorhang geholt.

Landeshauptmann Peter Kaiser bezeichnete „Licht ins Dunkel“ als beispielgebend für ganz Europa, die Aktion helfe immer dort, wo Hilfe dringend notwendig sei. In Lavamünd hätten der ganze Ort und die Menschen angesichts der Hochwasserkatastrophe fest zusammengehalten, meinte Kaiser. Dieser Funke sei dann auch ganz Kärnten und die anderen Bundesländer übergesprungen. Der Landeshauptmann erinnerte auch an Schüler, die für Lavamünd gesammelt, gebastelt und auch ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt haben. Wenn der ORF zu Solidarität aufrufe, könne das enorm viel auslösen.

ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard dankte ihrem Team, besonders Caroline und Martin Weberhofer, die die Hilfe für Lavamünd initiiert haben. Programmchef Martin Weberhofer sagte, dass er in Lavamünd viele berührende Geschichten erlebt habe. Die Aktion sei unter dem Motto „Die Radio Kärnten-Familie hilft“ gestanden. Weberhofer sagte, dass das Telefon ununterbrochen geläutet habe, weil so viele Menschen helfen wollten, viele seien sogar persönlich bei den Radioleuten vorbeigekommen, um Spenden abzugeben. Mike Diwald berichtete damals als erster live in seiner „Morgenshow“ direkt aus Lavamünd. Auch er hat damals berührende Augenblicke erlebt.

„Alle standen zusammen“, betonte der damalige Bürgermeister Herbert Hantinger, der sich beim Empfang bei allen Helfern und Spendern bedankte. Vizebürgermeister Josef Ruthardt ließ als amtsführender Bürgermeister die Hochwasserkatastrophe in einer Powerpoint-Präsentation Revue passieren. Auch er dankte für die Hilfe und betonte, dass das Geschehene lückenlos aufzuklären sei.

Als „Licht ins Dunkel“-Verantwortliche aus Wien sprachen die Geschäftsführerin des Vereins, Christine Tschürtz-Kny, und Sissy Mayerhoffer. Tschürtz-Kny, die demnächst in den Ruhestand geht, sagte, dass im Vorjahr allein in Kärnten zwei Mio. Euro an Spenden zusammenkamen. „Licht ins Dunkel“ habe 2012 in 29 Projekten 260 Kärntner Familien mit über 400 Kindern geholfen. Der Landeshauptmann überreichte der „Grande Dame“ von „Licht ins Dunkel“ einen Blumenstrauß und dankte ihr für ihr außergewöhnliches Engagement. Moderiert wurde der Empfang von Sonja Kleindienst.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; ORF Kärnten
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just