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Landesfeuerwehrtag 2013 in Velden

09.11.2013
LH Kaiser lobte Leistungen der Kärntner Blauröcke – Verdienstvolle Einsätze bei Hochwasser, Hitze und Schnee
Im Casino Velden fand heute, Samstag, der Landesfeuerwehrtag 2013 statt und wie jedes Jahr nahm alles, was bei den heimischen Blauröcken Rang und Namen hat, an diesem Festtag teil, darunter Feuerwehrreferent LH Peter Kaiser, der auch die Festansprache hielt.

„Seit 140 Jahren ist die Feuerwehr in Kärnten für die Menschen im Einsatz, ich habe die Ehre seit nunmehr acht Monaten als Landeshauptmann und Feuerwehrreferent tätig sein zu dürfen“, sagte Kaiser. Er habe heute seine durchgehende Anwesenheit beim Feuerwehrtag genutzt, um als aufmerksamer Zuhörer Probleme, Nöte und auch Entwicklungsszenarien herauszuhören. „Die Qualität der Sicherheit, die Kärnten hat, ist ein Ergebnis des guten Zusammenspiels aller Blaulichtorganisationen.“ Es werde viel zu selten demonstriert, dass die hohe Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger nur dadurch möglich sei. Daher gebe es eine klare Ansage: „Es wird keinerlei Reduktion der Feuerwehren geben, sondern eine Optimierung.“

In der Regierungsarbeit habe man das intelligente Sparen zur politischen Maxime erhoben. „Aber dass im Feuerwehrbereich 24.000 Menschen täglich bereit sind, ehrenamtlich zum Wohle der Gesellschaft da zu sein, ist eines der höchsten Güter, die dieses Land hat“, betonte der Feuerwehrreferent. So habe beispielsweise die Hochwasserkatastrophe in Lavamünd vergangenen November deutlich gemacht, wie großartig die „Menschen in ihren blauen Uniformen“ geholfen hätten. „Solidarität ist in Kärnten mehr als nur ein Wort, davon habe ich mich persönlich vor Ort überzeugen können.“ Auch beim ersten großen internationalen Einsatz habe die Kärntner Feuerwehr beim großen Waldbrand in Friaul-Julisch Venetien Großartiges geleistet. „Als Landeshauptmann, Feuerwehrreferent und Peter Kaiser bin ich riesig stolz, dass mich Präsidentin Debora Serracchiani bei ihrem Kärnten-Besuch gebeten hat, ihren Dank an alle Kärntner Feuerwehrleute zu übermitteln.“

Besonders hingewiesen hat der Feuerwehrreferent auch auf die erfolgreiche Einführung der Rauchmelder und die vorbildhafte Nachwuchsarbeit. Es sei ungemein wichtig, dass junge Menschen schon in frühen Jahren lernen, wie wichtig es sei, für einander einzutreten und für andere da zu sein. „Ich danke allen Feuerwehrleuten für ihre engagierte Arbeit und bitte euch weiter zu tun. Kärnten ist stolz auf euch“, so der Landeshauptmann.

Die Teilnehmer am diesjährigen Feuerwehrtag wurden auch umfassend informiert. So sprach Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik über „Kärntner Landesfeuerwehrverband-Schnittstelle des Feuerwehrwesens“, sein Stellvertreter Hugo Irrasch lieferte alle Zahlen, Daten und Fakten aus dem vergangenen Jahr. ORF-Redakteur Christoph Glantschnig berichtete über die Zusammenarbeit von ORF und den Einsatzorganisationen. Matthias Ott, Brandoberrat und Direktionsleiter der Berufsfeuerwehr München, schilderte seine Erlebnisse als Einsatzleiter bei der Sprengung einer Fliegerbombe in München-Schwabing im August 2012.

Durch das Programm führte Fernsehmoderator Arnulf Prasch, selbst Mitglied der Feuerwehr Völkendorf, für die musikalische Umrahmung sorgte die Militärmusik Kärnten unter der Leitung von Oberst Sigismund Seidl. Unter den vielen Besuchern waren Veldens Bürgermeister und Gemeindebundpräsident Ferdinand Vouk, Militärkommandant Walter Gitschthaler, Rudolf Schober, Präsident des Kärntner Zivilschutzverbandes, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, die Landtagsabgeordneten Christoph Staudacher und Herbert Gaggl sowie zahlreiche Bürgermeister und Vertreter von Einsatzorganisationen.

In Kärnten gibt es 399 Freiwillige Feuerwehren, eine Berufs- und 20 Betriebsfeuerwehren mit gesamt fast 24.000 Mitgliedern, davon 542 Frauen. Bei den über 1.200 Feuerwehrjugendmitgliedern sind 252 weiblich. Pro Jahr leisten die Feuerwehren Kärntens rund 18.500 Einsätze mit über 200.000 Einsatzstunden, dazu kommen fast zwei Millionen Stunden für Ausbildung, Schulung, Übungen, Technische Dienste usw. Einen hohen Stellenwert haben auch Ausbildungs- und Bewerbstätigkeit, so erreichen Kärntner Feuerwehrgruppen international meistens Spitzenplätze. Die FF Puch unter Kommandant Hermann Lipitsch beispielsweise konnte heuer bei der Feuerwehrolympiade im französischen Mülhausen bereits zum dritten Mal in Folge Gold erringen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig 
Foto: LPD/Peter Just