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Skisicherheit: Kärntner Schulen können Lawinenairbag testen

15.11.2013
LH Kaiser und Skisicherheitsbeauftragter Hudobnik: Kooperation mit Firma ABS - Bewusstseinsbildung durch Broschüre, Vorträge und Skisicherheitstage - Zahl der Ski- und Snowboardunfälle gesunken
Es dauert nicht mehr lange bis zum Start der Ski- und Snowboardsaison. Landeshauptmann Peter Kaiser möchte daher gemeinsam mit dem Skisicherheitsbeauftragten des Landes, Markus Hudobnik, das Bewusstsein der jungen Wintersportlerinnen und Wintersportler für Gefahren auf und abseits der Pisten schärfen. Dazu beitragen soll auch eine Kooperation mit der ABS Peter Aschauer GmbH aus Bayern. Sie stellt Hudobnik einen Lawinenairbag und die dazugehörenden Auslöseeinheiten für seine Skisicherheitsvorträge und die beliebten Skisicherheitstage zur Verfügung. Insgesamt über 6.000 Jugendliche aus Kärntens Schulen und Skikursquartieren werden also diesen Rucksack, der Leben retten kann, in Aktion sehen.

Kaiser und Hudobnik machen außerdem auf die eben erschienene Broschüre „Verhaltensrichtlinien für Skifahrer und Snowboarder" aufmerksam, in der neben wertvollen Tipps auch die zehn FIS-Pistenregeln stehen. Zudem finden auch in dieser Skisaison Sicherheitsvorträge in Kärntens Schulen statt. Der Start erfolgt am 25. November in der Volksschule Griffen. Infos und Auskünfte dazu erhält man über www.schisicherheit.ktn.gv.at oder direkt bei Markus Hudobnik unter der Telefonnummer 0664/6202152.

„Für ein ungetrübtes Wintersportvergnügen ist es notwendig, Rücksicht auf andere zu nehmen und sich – gleich wie im Straßenverkehr – an Regeln zu halten. Zudem ist die richtige Ausrüstung ein Muss", betont der Landeshauptmann. Das Land Kärnten unternehme sehr viel für die Skisicherheit, etwa durch das Pistengütesiegel, die Lawinenwarnung sowie die Zusammenarbeit mit Skischulen, Seilbahnbetreibern, Rettungs- und Einsatzorganisationen. Kaiser dankt auch der Firma ABS für die großartige Kooperation.

Der Lawinenairbag von ABS kann die Verschüttung in einer Lawine verhindern. Mit einem Zug am Auslösegriff entfalten sich zwei Airbags mit insgesamt 170 Liter Volumen, die helfen an der Oberfläche zu bleiben. Dank der breiten Auflagefläche durch die seitlich angebrachten Airbags wird der Körper stabilisiert, um den Absturz mit den Schneemassen im Notfall möglichst unverletzt zu überleben. Wie das genau funktioniert, wird der Skisicherheitsbeauftragte im Zuge seiner Vorträge zeigen. In der Skisaison 2012/2013 erreichte er damit 6.037 Schülerinnen und Schüler in Kärntner Schulen oder Skikursquartieren. 3.000 von ihnen haben im Anschluss an den Vortrag einen Skisicherheitstest ausgefüllt und wurden dafür mit einem Diplom und einem kleinen Geschenk belohnt.

Rund 1.500 Jugendliche werden auch wieder bei den Skisicherheitstagen erwartet. Sie finden vom 14. bis 16. Jänner 2014 auf der Gerlitze statt. Im Jänner 2013 bei den 20. Skisicherheitstagen ebenfalls auf der Gerlitze konnte trotz des schlechten Wetters ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet werden. Mit dabei waren 1.200 junge Sportlerinnen und Sportler auf Skiern und Snowboards, 350 versuchten sich im Schneeschuhwandern. Organisiert wurde die beliebte Veranstaltung von Landesschulrat, Unterabteilung Notfallvorsorge und -kommunikation des Landes, Österreichischer Bergrettungsdienst, Naturfreunde und AUVA.

Erfreulich ist, dass die Zahl der Ski- und Snowboardunfälle in Kärnten auch in der Wintersaison 2012/2013 wieder gesunken ist. Laut Hudobnik ereigneten sich 1.817 Gesamtunfälle, 2011/12 seien es noch 1.885 gewesen und 2010/11 noch 1.944. Bedauerlicherweise gab es 2012/13 Lawinenunfälle mit tödlichem Ausgang und es starben auch Skifahrer, die mit hoher Geschwindigkeit über den Pistenrand hinausstürzten und gegen Hindernisse prallten.

Der Skisicherheitsbeauftragte appelliert daher an das Verantwortungsbewusstsein aller Wintersportlerinnen und Wintersportler für die eigene Sicherheit und die der anderen. „Helm und Rückenprotektor sind keine Garantie, bei Stürzen verletzungsfrei davonzukommen. Nehmen Sie vor allem auch die Lawinen-Warnhinweise ernst. Führen Sie bei Tiefschneefahrten abseits der Pisten Lawinenairbag, Piepser, Schaufel und Sonde mit", rät er.

I N F O S: unter www.schisicherheit.ktn.gv.at und www.abs-airbag.com


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Skisicherheit Land Kärnten
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritz-press