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Regierungssitzung 4: Trotz Budgeteinsparungen bleibt Qualität auf Kärntens Straßen erhalten

19.11.2013
Straßenbaureferent LR Köfer stimmt Landesbudget zu - Trotz Einsparungen sind wichtige Baulose durch Herbstoffensive auf Schiene - Vorbereitungen für kommenden Winter getroffen
„Wir haben mit einer Einsparung von sieben Prozent des vorhandenen Straßenbaubudgets einen großen Beitrag zur allgemeinen Sparoffensive im Land geleistet. Trotzdem sind wir bemüht, dass die Qualität der Leistungen im Straßenbau nicht darunter leidet", gab heute, Dienstag, Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer nach der Regierungssitzung in einer Pressekonferenz bekannt.

Derzeit gibt es noch 20 aktive Baustellen in Kärnten. Ein Großteil der wichtigsten Baulose werde noch vor dem Winter fertiggestellt. Im Detail nannte Köfer die Ankerungsarbeiten zur Hangsicherung in der Lieserschlucht. Sie soll bis Ende des Monats fertiggestellt werden, wobei die Felssprengungen erst im kommenden Frühjahr erfolgen. Ebenfalls noch heuer fertiggestellt werden die Stützmauerarbeiten an der Plöckenpass Straße. Die Totalsperre an der Glanzer Straße werde zwar in Kürze wieder aufgehoben und die Fahrbahn einseitig befahrbar sein, jedoch wird das Baulos erst im Frühjahr 2014 endgültig fertiggestellt. Ebenfalls kurz vor der Finalisierung stehe die Ortsraumgestaltung in Velden, das sogenannte Shared Space Projekt.

„Obwohl das Straßenbau-Budget 2013 erst spät freigegeben wurde, ist es uns mit der ambitionierten ‚Herbstoffensive‘ gelungen, auf Kärntens Straßen einiges in Bewegung zu setzen. Ich bedanke mich besonders bei meinen Mitarbeitern in der Straßenbauabteilung für die ausgezeichnete und termingerechte Arbeit", so Köfer.

Auch für den bevorstehenden Winter wurden bereits alle Vorkehrungen getroffen. Der Winterdienst wurde in allen Straßenbauämtern aufgerüstet und ist jederzeit rund um die Uhr einsatzbereit. Insgesamt stehen für den Winterdienst 67 LKW und 54 Unimog Räum- und Streufahrzeuge zur Verfügung, um das rd. 2700 km lange Landessstraßennetz winterlich zu betreuen. Um bestens gerüstet zu sein, wurden fünf neue Fahrzeuge im Jahr 2013 angeschafft und ein zusätzlicher Salz-Silo errichtet. Damit stehen rund 12.000 Tonnen Streusalz zur Verfügung. Wie hoch letztlich der Verbrauch sein werde, hänge von der Wetterentwicklung ab.

Unterstützt wird die Landesstraßenverwaltung von acht externen Frächtern, die bei Bedarf für eine flächendeckende Räumung zur Verfügung stehen. Der Winterdienst kostet das Land ca. 230.000-300.000 Euro pro Tag bzw. sechs bis sieben Millionen im Jahr. Trotz Budgeteinsparungen wird es gerade in diesem Bereich zu keinerlei Einsparungen kommen. „Die Qualität des Winterdienstes darf nicht unter den Einsparungsmaßnahmen leiden. Die Sicherheit auf Kärntens Straßen muss zu jeder Zeit gewährleisten sein. Darauf sind wir vorbereitet und haben uns für den kommenden Winter bestens gerüstet", teilte Köfer mit.

„Da es in Kärnten bereits zu vereinzelten Schneefällen gekommen ist und seit 1. November Winterreifenpflicht besteht, richte ich auch einen Appell an alle Autofahrer, rechtzeitig auf Winterreifen umzurüsten", so Köfer.

Eine nicht zu unterschätzende Gefahr stellen auch die noch immer belaubten Bäume dar, die für eine erhöhte Schneebruchgefahr sorgen. Die herabfallenden Äste stellen nicht nur ein sehr hohes Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer dar, sondern können auch Verkehrsbehinderungen verursachen. „Die Räummannschaften und die Straßenerhaltung sind jedenfalls in Bereitschaft, um bei allen Eventualitäten rasch eingreifen zu können. Ich bitte daher um Verständnis, sollte es auf Grund von Räumungsarbeiten zu Verzögerungen auf den Straßen kommen", so der Straßenbaureferent. Gleichzeitig bedankte sich Köfer für die hohe Einsatzbereitschaft aller Räummannschaften und wünscht allen Fahrzeuglenkern eine unfallfreie Fahrt durch den kommenden Winter.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Zajic/Zeitlinger