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Land Kärnten ehrte Dienstjubilare

20.11.2013
LH Kaiser: Harter Sparkurs erfordert Mitwirkung der Bediensteten im Sinne eines „intelligenten Sparens“ – ZPV Nischelwitzer: Gehaltsforderungen sind berechtigt
Das Land Kärnten ehrte und bedankte heute, Mittwoch, seine Dienstjubilare. An die 80 Personen, die seit 25 bzw. 40 Jahren im Landesdienst aktiv sind, erhielten aus der Hand von Landeshauptmann Peter Kaiser, gemeinsam mit Landesamtsdirektor Dieter Platzer und dem Obmann der Zentralpersonalvertretung, Gernot Nischelwitzer, die entsprechenden Urkunden überreicht. Ebenfalls unter den Gratulanten waren Landtagspräsident Reinhart Rohr und Landesamtsdirektor-Stellvertreter Markus Matschek.

Der Landeshauptmann dankte und sagte, dass in bestehende Rechte nicht eingegriffen werde. Er machte deutlich, dass das Land einen harten Sparkurs vor sich habe und im Hinblick auf die Konsolidierung und Aufgabenreform die Mitwirkung der Landesbediensteten im Sinne eines „intelligenten Sparens“ notwendig sei. Es gehe darum, dass das Land wieder finanziellen und politischen Spielraum gewinne und dabei stets gerecht und sozialverträglich agiere. Es werde dabei nicht immer Einigkeit zwischen der Politik und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bzw. ihrer Vertretung geben, aber immer müsse es wechselseitige Gesprächsbereitschaft geben, dafür stehe er.

Künftig werde das Land mit weniger Köpfen und vielleicht auch mit weniger Leistungen auskommen müssen, jedenfalls müsse alles getan werden, um effizient und effektiv zu arbeiten. Da großer Handlungsbedarf bestehe, werde man auch nur jede dritte Stelle im Land nachbesetzen, sagte Kaiser und warb um Verständnis für notwendige Maßnahmen. Weiters forderte Kaiser, dass die Politik insofern korrigierend handeln müsse, als die Umverteilung in den letzten Jahren zu Lasten der Arbeitnehmer erfolgt sei.

Landtagspräsident Rohr überbrachte den Jubilarinnen und Jubilaren die Grüße des Landtags. 25 bzw. 40 Jahre aktiver Dienst seien eine große Herausforderung. Er habe immer eine hohe Motivation der Bediensteten erlebt und wünsche ihnen auch weiterhin bei steigenden Anforderungen viel Erfolg.

Landesamtsdirektor Platzer sagte, dass das Land nicht Gewinnmaximierung zum Ziel habe, sondern den Dienst am Bürger. Er ersuche die Landesbediensteten darum, ihre Erfahrungen in künftige Reformprozesse einzubringen. Er dankte auch dem Landeshauptmann für die Wertschätzung, die er den Landesbediensteten gegenüber habe.

Der Obmann der Zentralpersonalvertretung, Nischelwitzer, sagte, dass die Forderungen der Gewerkschaft und Personalvertreter berechtigt seien. Er hoffe auf einen positiven Abschluss der laufenden Verhandlungen und dankte allen, insbesondere dem Landeshauptmann, für die Wertschätzung und wies auf die gute Gesprächsbasis hin. Leider werde der öffentliche Dienst öfters medial schlecht dargestellt, doch man arbeite mit Qualität für das Land und seine Bürger.

Personalvertreter Manfred Dworak nahm die Begrüßung vor. Ein Streichquartett von Studentinnen des Konservatoriums umrahmte die Feier musikalisch.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Foto: LPD/fritzpress