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POLITIK

Beschluss erhöht Kärntens Chancen in Europa

23.11.2013
LH Kaiser am Montag bei zweiter Versammlung der Präsidenten der Euregio in Venedig – Beschluss der Geschäftsordnung und klare Organisationsstruktur sind Fundament für gemeinsamen Wohlstand und Entwicklung
Die Euregio „Senza Confini - Ohne Grenzen“, die zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto gebildet wurde, wird konkreter. Am kommenden Montag, 25. November, soll die notwendige Geschäftsordnung der Euregio von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser sowie den Vertretern von Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto in Venedig gemeinsam beschlossen werden. „Die Geschäftsordung ist die Voraussetzung für die volle Handlungsfähigkeit der Euregio und damit dafür, dass konkrete Projekte umgesetzt werden können“, erklärte Kaiser heute, Samstag.

Ziel sei es, mit dem ersten politischen und grenzüberschreitenden Aktionsprogramm über die Jahre 2014 und 2015 den klaren politischen Rahmen für die Strategien zur Entwicklung des Grenzraumes und entsprechender Projekte zu haben. „Gemeinsam Wohlstand sichern und Entwicklung fördern, das ist unser Motto der nächsten Jahre, mit dem wir uns zum Ziel gesetzt haben, eine Vorzeigeregion in Europa zu werden“, machte Kaiser deutlich.

Mit der Geschäftsordnung gebe es die klar definierte Organisationsstruktur, das klar definierte Budget sowie Kontrollmechanismen. Damit habe man mehr Einfluss auf europäischer Ebene und auch einen breiteren Zugang zu Fördermitteln, führte der Landeshauptmann den vielfachen Mehrwert der Euregio aus.
Senza Confini wolle im Sinne einer Großregion zum Wohl der Bürger in effizienter Weise tätig sein. „Denn es gibt das gemeinsame Bekenntnis für eine nachhaltige Entwicklung, für qualitatives Wachstum, für die Bekämpfung der Beschäftigungslosigkeit, für eine innovative Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sowie für die Vermarktung gemeinsamer Tourismus- und Kulturangebote“, so Kaiser. Die drei Regionen bekennen sich weiters zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt, zu einem Bildungsaustausch wie auch zu Kooperationen im Gesundheits- und Sozialbereich.

Eines der Anliegen sei die Baltisch-Adriatische Achse mit dem Herzstück der Koralmbahn, die als Verkehrsachse zwischen den Häfen im Norden und der Adria für die wirtschaftliche Entwicklung von größter Bedeutung sei.

Wie Kaiser sagte, werde man größtes Augenmerk darauf richten, die EU-Förderprogramme und EU-Fördermittel für den grenzüberschreitenden Bereich umfassend auszuschöpfen und sich an den transnationalen Kooperationsprogrammen im Rahmen der Makroregionen Donauraum, Adriatisch-Ionischer Raum und Alpenraum beteiligen. Die Euregio habe über eine strukturell verträgliche Erweiterung nach der Konsolidierungsphase auch ein gutes Potenzial zur Weiterentwicklung, ist Kaiser überzeugt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Brunner