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KULTUR

Transformale belegt Paradigmenwechsel in der Kultur

26.11.2013
LR Waldner: 90 Prozent Auslastung bei 140 Veranstaltungen – Neue Wege durch Internationalisierung, Biennale-Modell, Wechsel im Kuratoren-Team – Budget 2014 steht
Als völlig neuen Weg in der Kultur beschrieb Kulturlandesrat Wolfgang Waldner heute, Dienstag, die Transformale bei der Bilanz- und Zukunfts-Pressekonferenz zum Festival. Die Grundlage für diesen neuen Veranstaltungsreigen im Herbst sei die Vernetzung von Kultur, Kunst und Tourismus gewesen. „Wir sind einen neuen Weg gegangen, für den eine Bewusstseinsänderung nötig war. Zudem war Kärnten auf der kulturellen Landkarte nicht vertreten. Die Transformale hat zu einer Identitätsstiftung beigetragen“, so Waldner.
„Wir wollen, dass unser Kind nun erwachsen wird. Die Transformale muss wachsen, wir haben in einigen Workshops eine detaillierte Evaluierung in einem sehr großen Kreis vorgenommen“, betonte Waldner. Die Kurzfristigkeit in der Entstehungsgeschichte der Transformale werde es laut Waldner nicht mehr geben, daher werde sie künftig als Biennale-Modell geführt und alle zwei Jahre stattfinden. Das Budget für 2014, dem Planungsjahr für 2015, stehe bereits fest, es sei mit 300.000 Euro festgesetzt.
Konkret haben im Rahmen der Transformale im September 140 Veranstaltungen unterschiedlicher Größe in den Kärntner Regionen stattgefunden. 90 Prozent Auslastung sei eine Bestätigung, dass die Besucher, darunter auch viele Gäste, das neue Kulturprogramm angenommen haben. „Mit diesem Projekt haben wir der Kultur ihren Raum gegeben, internationale Aufmerksamkeit erlangt und mit einem Thema Präsenz geschaffen, wie es in der Vergangenheit nicht möglich war“, erklärte Christian Kresse, Chef der Kärnten Werbung, die die Transformale beworben hat. Kresse bestätigte zudem die Wichtigkeit eines kulturellen Angebots für den Tourismus: „Gerade in der Nachsaison sind Kultur und Kulinarik für die Gäste buchungsentscheidend und Projekte wie die Transformale wichtig für die Aufmerksamkeit im Ausland.“
In Summe standen für die Projekte, die Regionen, die Bewerbung und die Kuratoren 540.000 Euro zur Verfügung, wobei aus dem Kulturbudget 200.000 Euro flossen und die Kärnten Werbung im Rahmen ihres Herbstbudgets die Bewerbung der Transformale vorgenommen hat.
Den Grund für den Erfolg der Transformale sieht Ulrike Sturm, eine der Kuratoren, in der allgemeinen Aufbruchsstimmung in der Kärntner Kultur. Es sei gelungen, das Potenzial, das Kärnten in der Kultur habe, zu mobilisieren. Für Thomas Hoke ist vor allem die Qualität der Projekte ein Garant für die Zukunft. Weiters werde man den Schritt in die Internationalisierung setzen. Laut Sturm ist der Weg in den Alpen-Adria-Raum der nächste logische Schritt, um der Transformale auch die nötige Nachhaltigkeit zu verleihen. Künftig werde auch das Kuratorenteam einem Wechsel unterworfen sein, um ständig Neuem dem Weg zu bereiten.


Rückfragehinweis: Büro LR Waldner
Redaktion: Robitsch/Böhm