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Hochwasserschutz an Unterer Glan wird nun umgesetzt

29.11.2013
Finanzreferentin LHStv.in Schaunig und Umweltreferent Holub informierten über größtes Wasserschutzprojekt der letzten 20 Jahre - Bauzeit: Sechs bis acht Jahre - Kosten: 19,5 Mio. Euro
Im Rahmen einer Pressekonferenz informierten heute, Freitag, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Umweltreferent LR Rolf Holub gemeinsam mit dem Obmann des Wasserverbandes Glan, Klagenfurts Vizebürgermeister Albert Gunzer, über die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen an der Unteren Glan. Sie sehen vor, dass in den nächsten sechs bis acht Jahren von der Brücke Raggasaal (Bezirk Klagenfurt-Land) bis zur Stauwurzel im Bereich der Brücke Aich (Bezirk St. Veit) das Rückhaltebecken „Zollfeld-Virunum" errichtet wird. Zudem soll eine Aufweitung der Glan auf einer Länge von ca. 2,5 Kilometer im Bereich des Rückhalteraumes auf einer maximalen Breite von 40 Metern erfolgen.

„Wir müssen im Budget sparen, aber es gibt investive Maßnahmen, die umgesetzt werden müssen. Sie dienen dem Schutz der Bevölkerung, wirken sich positiv auf die sieben Gemeinden des Wasserverbandes Glan aus und sind für die heimische Bauwirtschaft von großer Bedeutung", betonte Schaunig. Dem Wasserverband Glan gehören die Glan-Anrainergemeinden Ebenthal, Klagenfurt, Maria Saal, St. Veit/Glan, St. Georgen/Längsee, Liebenfels und Glanegg an.

Für die Finanzreferentin wird mit der Umsetzung des Projektes auch ein erfolgreicher Akt der Zusammenarbeit aller demonstriert. Schaunig gab auch bekannt, dass für die Vorfinanzierung der Eigenmittel der Verbandsgemeinden die Richtlinien des Kärntner Regionalfonds geändert wurden. „Die Refinanzierung erfolgt bis zum Jahr 2030", so Schaunig.

„Die einhellige Zusammenarbeit aller, auch des Bundes, ist das Wunder von Kärnten. Wir machen unsere Aufgaben und erstmals wird auch an die Hochwasserprävention gedacht", betonte Holub. Durch den Bau des Rückhalteraumes werden künftig 800 Objekte ebenso geschützt wie das Klinikum Klagenfurt, die Stadt Klagenfurt und die Gemeinde Ebenthal. Zudem komme es zu einer ökologischen Aufwertung der Glan und zur Schaffung von neuen Lebensräumen.

Der Umweltreferent verhehlte nicht, dass sich künftig, da man vor Hochwässern nie gefeit sein werde, auch das Bewusstsein von Grundbesitzern ändern werde müssen. „Gesetzlich liegt die Verantwortung bei ihnen“, sagte er. Der Beamtenschaft, den Fachabteilungen aber auch allen politisch Verantwortlichen dankte er für die einhellige Zusammenarbeit. „Ich bin auf alle stolz", so Holub.

Wasserverbands-Obmann Gunzer hob ebenfalls die reibungslose und konfliktfreie Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hervor. „Jeder hat sehr schnell erkannt, dass Hab und Gut geschützt werden müssen und überall gab es ein offenes Ohr", erklärte Gunzer. Nach Fertigstellung des Rückhalteraumes wird das Rückhaltevolumen drei Millionen Kubikmeter betragen. Durch den Hochwasserrückhalt werde aus schutzwasserwirtschaftlicher Sicht, zudem die Abflussspitze eines 100 jährlichen Hochwassers von 96,5 m³/s auf 53,0 m³/s reduziert werden.

Das Gesamtprojekt, es sieht zwei Baustufen vor, wird 19,5 Millionen Euro Kosten. Die erste Stufe umfasst Linearmaßnahmen und die Glanaufweitung. Die zweite Baustufe sieht Dammbaumaßnahmen vor, wobei die maximale Dammhöhe fünf Meter betragen wird. Seitens des Bundes werden 8,775 Millionen Euro bereitgestellt (45 Prozent), das Land stellt 7,132 Millionen zur Verfügung (37,5 Prozent) und aus Interessensmitteln kommen 3,413 Millionen Euro (17,5 Prozent) zum Einsatz.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig, Büro LR Holub
Redaktion: Michael Zeitlinger