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POLITIK

Ärztemangel mit vereinten Kräften entgegenwirken

02.12.2013
LHStv.in Prettner: Wichtige Neuerungen bereits in die Wege geleitet, weitere sollen mit Gesundheitsreform folgen
Um dem derzeit drohenden Ärztemangel nachhaltig entgegenwirken zu können, brauche es einen Schulterschluss aller maßgeblichen Kräfte, betonte heute, Montag, Gesundheits- und Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner. Gerade auch die Umsetzung der Gesundheitsreform auf Kärntner Landesebene biete hier enormes Potential, um die Situation der Ärztinnen und Ärzte im niedergelassenen und ambulanten Bereich maßgeblich zu verbessern. „Der Kärntner Landeszielsteuerungsvertrag beinhaltet beispielsweise die Stärkung des niedergelassenen Bereichs, womit einer zentralen Forderung der Ärztekammer Rechnung getragen werden konnte“, so Prettner. Weitere wesentliche Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen im niedergelassenen Bereich würden sich in weiterer Folge auch durch die angedachten Time-Sharing-Modelle ergeben.

Eine möglichst gute Ausbildung von jungen Ärzten sei die beste Investition in die Zukunft, ist Prettner davon überzeugt, dass zufriedene Ärzte auch nicht abwandern. „Das Land Kärnten bemüht sich zudem darum, dass wieder vermehrt junge Kärntner das Medizinstudium absolvieren können. Mit den Vorbereitungskursen auf die Aufnahmetests soll sichergestellt werden, dass die Kärntner Kandidaten nicht nur bestens vorbereitet sind, sondern auch die größtmöglichen Chancen haben, ihr Medizinstudium anzutreten“, so Prettner im Hinblick auf den Vorbereitungskurs, für den die Anmeldefrist heuer am 16. Dezember 2013 beginnt.

Zudem sei eine wesentliche Qualitätssteigerung in der Ausbildung von Turnusärzten durch die bereits umgesetzte neue Jungärzteausbildung im KABEG-Bereich zu erwarten. „Kärnten geht mit diesem Ausbildungsmodell ganz neue Wege und schickt Turnusärzte in die Praxis. Dadurch soll nicht nur der niedergelassene Bereich besser kennengelernt, sondern vor allem auch der Ärztenachwuchs durch die verbesserte Ausbildungsqualität sichergestellt werden“, strich Prettner hervor. Die bisher strikte Grenze zwischen Krankenhaus und Niederlassung werde mit dem einmonatigen Praktikum bei einem Allgemeinmediziner am Ende des dreijährigen Turnus endlich beseitigt.

„Darüber hinaus werden auch neue Modelle für ältere Ärztinnen und Ärzte geschaffen werden müssen, was die Work-Life-Balance anbelangt. Nach wie vor stehe ich für eine Abflachung der Arbeitszeiten mit steigendem Alter ein, denn das Ziel sind gesunde Arbeitsbedingungen, um die Arbeitsfähigkeit der Medizinerinnen und Mediziner so lange wie möglich aufrecht zu erhalten und zu stärken“, so Prettner. So sei sichergestellt, dass junge Ärztinnen und Ärzte die Chance erhalten, sich zu bewähren und vom Erfahrungsschatz der älteren Kollegen zu profitieren. Andererseits sei dies auch ein wichtiges Signal und Wertschätzung gegenüber den älteren Ärztinnen und Ärzten.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm