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Kärntner Energie-Masterplan sorgt für Aufsehen auf Klimakongress in Nordrhein-Westfalen

05.12.2013
LR Holub: Deutsches Bundesland verfolgt ähnlichen Prozess wie Kärntner Energie-Masterplan und konnte als Partner in Sachen Klimaschutz und Energiewende gewonnen werden
Vor mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) konnte gestern, Mittwoch, Energiereferent Rolf Holub beim 1. NRW-Klimakongress unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten" den Kärntner Energie-Masterplan vorstellen. Kärnten hat sich mit einstimmigen Beschlüssen in der Landesregierung sowie im Landtag dazu bekannt, bis 2025 unabhängig von fossilen und atomaren Energieträgern zu werden.

Mit dem Klimaschutzplan verfolgt Nordrhein-Westfalen ein ähnliches Konzept wie Kärnten mit dem Energie-Masterplan. Dabei wurde mit Expertinnen und Experten in einer ersten Phase Maßnahmenvorschläge für die Bereiche Klimaschutz und Klimawandel erarbeitet. Mit dem Klimakongress fiel der Startschuss für die zweite Phase, die eine breite Bürgerbeteiligung am Klimaschutzplan vorsieht. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Kommunen werden dabei in die Erarbeitung des Plans miteingebunden.

„Mit dem Kärntner Energie-Masterplan verfolgen wir einen sehr ähnlichen Prozess. Unsere elf Arbeitsgruppen erarbeiten momentan laufend Vorschläge für die Kärntner Energiewende, die 100 Prozent erneuerbare Energien für Kärnten erreichen soll. Ab Jänner 2014 werden wir zudem die öffentliche Beteiligung starten und den Energie-Masterplan auf eine Reise quer durch die Kärntner Gemeinden schicken", informierte Holub. Dabei können die Gemeinden, Unternehmen und die Kärntnerinnen und Kärntner selbst Teil der Energiewende werden und ihre Ideen und Vorschläge in den Masterplan einbringen.

Diese Vorgehensweise soll vor allem den Gemeinden zugutekommen: „Energieeffizienzmaßnahmen und die eigene, ökologisch verträgliche Energieerzeugung vor Ort machen jede Gemeinde mit einer individuellen Strategie zu einem Wirtschaftsmotor. In den Bereichen Energieberatung und Bildung, Forschung und Entwicklung über die Erzeugung und Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen für Dämmung und Energie können zudem nachhaltige grüne Jobs geschaffen werden", so Holub.

Der Energie-Masterplan soll ein wesentlicher Faktor für die Belebung der Kärntner Wirtschaft werden. In bilateralen Gesprächen konnte Holub auf dem gestrigen Kongress zudem einen künftig intensiven Know-How-Austausch zwischen Nordrhein-Westfalen und Kärnten anregen: „NRW ist das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland und eines der stärksten Wirtschaftszentren der Bundesrepublik. Wir konnten gestern somit einen äußerst einflussreichen Partner für Kärnten gewinnen. NRW-Umweltminister Johannes Remmel zeigte sich sehr interessiert an unserem Projekt und hat einem Besuch in Kärnten bereits zugestimmt“, so Holub. Auch Dominique Ramard, Präsident der Umweltkommission des Regionalrates Bretagne, habe sein Kommen zugesagt. „Zudem werden wir nicht nur auf politischer, sondern auch auf Fachexperten-Ebene eine Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern organisieren", berichtete Holub.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Holub/EnergieAgentur NRW