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B 83 bei Wernberg: Sperre nach Hangrutschung wieder aufgehoben

12.12.2013
LR Köfer gab heute um 14.00 Uhr Straße zwischen Lind ob Velden und Kaltschach frei – B 83-Sperre zwischen Pörtschach West und Velden Ost bleibt mindestens bis Freitag aufrecht
Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer hat heute, Donnerstag, um 14.00 Uhr nach der Begutachtung durch die Behörde die B 83 Kärntner Straße bei Wernberg wieder für den Verkehr freigegeben. Bekanntlich wurde Anfang November wegen der starken Schnee- und Regenfälle der gesamte Straßenabschnitt zwischen den Ortschaften Lind ob Velden und Kaltschach auf einer Länge von 40 Meter vollständig weggerissen. Innerhalb weniger Wochen konnte die Straße wieder hergestellt und uneingeschränkt befahrbar gemacht werden. Noch mindestens bis Freitag aufrecht bleibt jedoch die Sperre der B 83 zwischen Pörtschach West und Velden Ost, wo sich wie berichtet gestern, Mittwoch, eine Hangrutschung am Wörthersee-Nordufer bei Saag ereignete. Dort wird der Verkehr derzeit über die A2 Südautobahn umgeleitet.

„An der Katastrophenstelle bei Wernberg sind damals 6.000 m³ Erdmaterial in Bewegung geraten. Nachdem die Ursache für die Hangrutschung durch Geologen geklärt war, wurde unmittelbar mit den Bauarbeiten begonnen. Diese wurden vom zuständigen Straßenbauamt vor Ort koordiniert und überwacht“, erinnert Köfer. Die Bauarbeiten seien umfangreicher gewesen als erwartet, da sie durch massive Wassereintritte und starke Regenfälle behindert wurden. „Dank der professionellen Bauleitung und des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeiter war es möglich, trotz aller Widrigkeiten die Baustelle binnen fünf Wochen fertigzustellen“, betont der Straßenbaureferent.

An der Katastrophenstelle bei Wernberg wurden laut Köfer 300.000 Euro an Sofortmaßnahmen verbaut, um die Fahrbahn provisorisch wieder befahr zu machen. Die Asphaltierungs- und Bodenmarkierungsarbeiten machten zusätzliche 400.000 Euro aus. In Summe belaufen sich die Kosten für den gesamten Straßenabschnitt bzw. für den Bau eines umfangreichen Bewässerungssystems entlang des betroffenen Bereiches auf etwa 1,4 Mio. Euro.

Die Aufräumungsarbeiten bei der zweiten Katastrophenstelle auf der B83, nämlich zwischen Pörtschach West und Velden Ost, werden vom Straßenbauamt Klagenfurt und den ÖBB in Kooperation durchgeführt. Sie wurden unmittelbar nach Freigabe durch den Landesgeologen in Angriff genommen, wie Köfer weiters berichtet. An dieser Stelle gerieten bei den Bauarbeiten an der Bahnunterführung mehrere tausend Kubikmeter Erdreich in Bewegung. Dabei wurden Teile der Baustelle sowie drei Baucontainer verschüttet bzw. versanken sie im See. Die genaue Ursache für diese Hangrutschung wird derzeit von Experten vor Ort geprüft.

„Derzeit stellt uns die Unberechenbarkeit der Natur hart auf die Probe. Vermutlich auf Grund eines hydraulischen Grundbruchs ist das Erdreich massiv ins Rutschen geraten und hat großen Sachschaden angerichtet. Man kann auch hier wirklich von Glück reden, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, zeigte sich Köfer nach seiner gestrigen Besichtigung vor Ort besorgt.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Zajic/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Köfer