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POLITIK

Das Rosental darf keine Lkw-Mautfluchtroute sein

07.01.2014
LR Ragger: Einigkeit bei Gipfelgespräch – Lkw-Fahrverbote über den Loibl strenger kontrollieren
Das Rosental darf keine Strecke sein, bei deren Nutzung Lenker von Lkw-Transporten die Maut umgehen können. Darüber waren sich alle Teilnehmer eines Gipfelgesprächs einig, zu dem heute, Dienstag, LR Christian Ragger als Referent für Verkehrsrecht geladen hat. „Für die Bevölkerung ist es wichtig, dass die bestehenden Fahrverbote für Lkw-Transporte (mehr als 3,5 Tonnen) über den Loibltunnel eingehalten werden. Damit würde ein ‚Schlupfloch‘ für Mautflüchtlinge geschlossen. Wir werden daher die Exekutive ersuchen, hier verstärkt Kontrollen durchzuführen“, erklärte Ragger.

Die Bürgermeister Ingo Appé (Ferlach) und Sonya Feinig (Feistritz) berichteten von Klagen der Bevölkerung über die zunehmende Belastung durch den Transit-Schwerverkehr. Elisabeth Rothmüller und Gerhard Eschig von der Wirtschaftskammer warnten vor beschränkenden Maßnahmen, welche auch die regionale Wirtschaft beeinträchtigen und damit Arbeitsplätze gefährden könnten. Verkehrsanalysen, die Abteilungsleiter Albert Kreiner und Gerald Höher von der Abteilung 7 (Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur) erläuterten, weisen nur auf eine punktuell hohe Belastung u.a. in den Nachtstunden hin.

Vereinbart wurde bei dem Gipfelgespräch auch ein neuer Anlauf bei Infrastrukturministerin Doris Bures. „Im Rosental versteht niemand, warum die ÖBB ihre Güterverladestellen in Weizelsdorf und Feistritz geschlossen haben. Das widerspricht eindeutig der geltenden Regierungslinie, Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Im Rosental fallen damit jährlich 3.000 Lkw-Fuhren mehr an, weil 100.000 Festmeter Rundholz zur nächsten Verladestelle Viktring gebracht werden müssen“, so Ragger. Die ersten Erfahrungen würden zeigen, dass dies unakzeptabel sei. Ragger fordert eine Neuberechnung des Bedarfs unter Einrechnung der zusätzlichen Holzlieferungen, die wegen neuer Heizwerke, u.a. in Klagenfurt, notwendig seien. Er werde deshalb eine Kärntner Delegation mit Vertretern der Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer anführen, die bei Ministerin Bures ein Umdenken erreichen wolle.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Böhm