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Villachs Kindergärten setzen auf „Gesunde Küche“

16.01.2014
LHStv.in Prettner: Je früher Gesundheitsförderung beginnt, umso nachhaltiger kann sie wirken
Heute, Donnerstag, fiel im Kindergarten Fellach in Villach im Beisein von Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, Stadtrat Harald Sobe und Weißensteins Bürgermeister Hermann Moser der offizielle Startschuss für eine weitere gesunde Initiative. Bereits im Vorjahr wurde seitens des Landes Kärnten das Projekt „Gesunde Küche in Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen“ vom Verein „Gesundheitsland Kärnten“ vorgestellt und gestartet. „Dass sich ab sofort alle öffentlichen Kindergärten der Stadt Villach an dieser gesundheitsfördernden Bewegung beteiligen, ist nicht nur ein großartiges Signal mit Öffentlichkeitswirksamkeit. Es ist vor allem ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsförderung unserer Kleinsten“, hob Prettner das vorbildliche Engagement der Stadt Villach hervor.

Seit Beginn dieses Jahres kommen die rund 1.170 Kinder, die täglich in den öffentlichen Einrichtungen der Stadt Villach verpflegt werden, in den Genuss der „Gesunden Küche“. So erklärten sich die Kindergärten bereit, sich an bestimmte Kriterien in Bezug auf die Speiseplangestaltung und Lebensmittelauswahl zu halten. Bei der Speisenzubereitung werden vermehrt Vollkornprodukte und Vollkornmehl eingesetzt, zudem gibt es regelmäßig Obst und Gemüse, während Süßspeisen nur in Maßen gereicht werden. Betreut werden die Betriebe seitens des Vereins Gesundheitsland Kärnten von Diätologin Sabine Steiner, die mit Rat und Tat beim Einstieg in die „Gesunde Küche“ zur Seite steht.

„Das Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein besitzt in unseren Kindergärten und Horten einen extrem hohen Stellenwert. Kinder haben, was die Ernährung betrifft, besondere Bedürfnisse, sollen gesund aufwachsen und qualitativ hochwertiges, frisch zubereitetes Essen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund verwenden die Köchinnen und Köche zu einem großen Teil Zutaten aus biologischem Anbau. Das schmeckt nicht nur besser, es ist auch sehr gesund und stellt die Basis für Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Lebensqualität unserer Kleinen dar“, betonte Sobe. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden sich regelmäßig weiter und bereiten das Essen immer nach den neuesten Erkenntnissen zu“.

Im Kinderhaus Puch, das in Kooperation mit der Stadt Villach geführt wird, und in der schulischen Nachmittagsbetreuung der Volksschule Weißenstein, werden 87 Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren und rund zehn Erwachsene verköstigt. „Ich bin stolz, im Rahmen unserer Kooperation mit der Stadt Villach und dem Land Kärnten, über eine solche „Gesunde Küche“ verfügen zu können“, erklärte Moser.

Neben berufstätigen Erwachsenen werden auch immer mehr Kinder angesichts der zunehmenden Berufstätigkeit von Eltern oft schon in sehr frühem Alter außer Haus verköstigt. Dazu kommen in Wohneinrichtungen lebende Seniorinnen und Senioren und Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, die durch Gemeinschaftsverpflegungsdienste versorgt werden. Um diesen Trend mit gesundheitsfördernder Ernährung zu koppeln, initiierte das Land Kärnten über den Verein „Gesundheitsland Kärnten“ das Projekt „Gesunde Küche“. „Durch eine ausgewogene Ernährung kann das Risiko für viele chronische Erkrankungen insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes reduziert werden. Je früher Gesundheitsförderung beginnt, umso nachhaltiger kann sie auch wirken“, so Prettner.

Im Projekt enthalten sind neben den Informationsunterlagen und Werbematerialien für die Betriebe auch Basisseminare, um umfangreiches Wissen über gesundes Kochen vermitteln zu können. „Es ist uns ein großes Anliegen, die Betriebe auf dem Weg zur „Gesunden Küche“ zu begleiten. Aus diesem Grund sind unsere Beraterinnen und Berater von der Grundsatzentscheidung, sich an dem Projekt zu beteiligen, bis zum Servieren des ersten „Gesunden Menüs“ an der Seite der teilnehmenden Betriebe“, so Prettner. Als Anerkennung für das Engagement im Sinne der Gesundheitsförderung dürfen die Partnerbetriebe das Logo „Gesunde Küche“ führen, das sie als gesunden Betrieb erkennbar machen soll.

I N F O: Anmeldungen sind beim Verein Gesundheitsland Kärnten möglich. www.gesundheitsland.at


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner