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„Raum ordnen – Lebensqualität schaffen“

16.01.2014
LHStv.in Schaunig und LR Holub für modernes Raumordnungsrecht und Verdichtung innerhalb der Siedlungsbereiche – Tagungsserie bietet Hilfestellung
Das Land Kärnten beabsichtigt im Rahmen von vier Raumordnungstagungen das Thema „Raumordnung“ umfassend zu behandeln und neue Ansätze und Lösungswege zu diskutieren. „Raum ordnen – Lebensqualität schaffen“ lautet das Motto, das uns alle betrifft und daher ein Anliegen sein sollte.

LHStv.in Gaby Schaunig und Landesrat Rolf Holub, die zusammen mit LH Peter Kaiser zuständig für Raumordnung und Bauen sind, informierten heute, Donnerstag, über die vielen Details der Veranstaltungsserie und des geplanten Erneuerungsprozesses der Kärntner Bodenpolitik.
Ziel ist die Vermeidung der Zersiedelung und die Bewusstseinsstärkung für eine aktive Bodenpolitik. Es gehe um die Sensibilisierung im Wohnbau und in der Ortsentwicklung, wodurch auch hohe Kosten gespart werden können, erklärten Schaunig und Holub. Sie hoben auch die gute Zusammenarbeit zwischen ihren Referaten hervor, die viel gemeinsamen Nutzen und Überblick bringe.

Schaunig betonte die Wichtigkeit des verdichteten Bauens, dem auch im Rahmen der Wohnbauförderung Rechnung getragen werde. Dadurch würde man den Gemeinden, dem Land sowie den Betroffenen sehr viel Kosten sparen. So habe man u.a. die Richtlinien geändert, wonach pro Wohnung nur mehr ein Parkplatz gewidmet würde und nicht mehr wie bisher eineinhalb.

Grund und Boden seien nicht vermehrbar, umso sensibler müsse man damit umgehen, so Schaunig. Ein modernes Raumordnungsrecht, das flexibel sei und auch den ökologischen Anforderungen Rechnung trage, sei notwendig, erklärte Schaunig. Die Richtlinien aus den 90er-Jahren seien teilweise überholt.

Je mehr Verantwortliche und Bürgerinnen und Bürger vorab in diesen Prozess der Bürgerbeteiligung und Mitsprache im Zuge der Tagungen eingebunden würden, desto besser sei es. Die Ergebnisse würden in Verordnungen und Gesetze einfließen, sagte auch Landesrat Holub. Durch die Zersiedelung würde die Infrastruktur und damit für die Allgemeinheit immer teurer, das sei aber nicht mehr leistbar. Es würden zu viele Flächen versiegelt werden, es sei enorm viel Bauland gewidmet worden, was nicht nötig sei, angesichts der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung. Auch seien viele Regelungen nicht mehr zeitgemäß, daher brauche es neue Spielregeln. Es gehe darum, innerhalb von Siedlungsbereichen und Ortskernen zu bauen bzw. zu sanieren. Auch auf die vielen leerstehenden Objekte wurde hingewiesen. Statt Neubau sollte es mehr Sanierung und Adaptierung von bestehender Bausubstanz geben, so Schaunig und Holub.

Die Tagungsserie ist eine Veranstaltung des Landes Kärnten. Kooperationspartner sind das Architektur Haus Kärnten sowie Landluft – Verein zur Förderung der Baukultur in ländlichen Räumen.

Die Auftaktveranstaltung findet am 22. Jänner von 10 bis 13 Uhr im Architektur Haus Kärnten am St. Veiter Ring 10, Klagenfurt statt. Dabei werden der Alt-Bürgermeister Josef Mathis (Zwischenwasser/Vorarlberg) und Wolfgang Kleewein, Experte für Bau- und Raumordnungsangelegenheiten bei der österr. Volksanwaltschaft, über Maßnahmen zur Baulandmobilisierung, Rück- und Neuwidmung sprechen.

Weitere Termine: Die zweite Tagung findet am 19. Februar (10 bis 13 Uhr) zum Thema „Zukunft Widmungspolitik“ statt. Die dritte Tagung gibt es am 19. März (10 bis 13 Uhr) mit dem Schwerpunkt „Zukunft Wohnen“ und die vierte Tagung widmet sich am 7. Mai (10 bis 13 Uhr) der „Zukunft Ortszentren“. Alle Tagungen finden im Architektur Haus Kärnten statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Voranmeldungen erbeten an abt3.post@ktn.gv.at


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig/
Büro LR Holub
Redaktion: Karl Brunner