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Kärnten erarbeitet Tabakstrategie zur Suchtprävention

17.01.2014
LHStv.in Prettner: Rauchen als gesundheitsschädliches Suchtverhalten erkennbar machen und nicht als gesellschaftsfähiges Laster verharmlosen
Heute, Freitag, tagte der Suchtbeirat des Landes Kärnten, der zusätzlich zu seiner beratenden Tätigkeit auch eine wichtige Vernetzungsmöglichkeit aller Institutionen bietet, die sich mit Suchtthematiken befassen. Neben diversen Projekten zum Thema Suchtprävention stand vor allem die für Kärnten in Planung befindliche Tabakstrategie im Mittelpunkt der Diskussion, informierte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner im Anschluss an die Sitzung. „Mit dem Ziel, für die Gefahren des Rauchens noch besser zu sensibilisieren, wurde die Landesstelle Suchtprävention Kärnten damit beauftragt, die Entwicklung einer Tabakstrategie für Kärnten zu koordinieren. Zudem werden die Ärztekammer, die GKK, die Pulmologische Abteilung am Klinikum Klagenfurt, die regionale Gesundheitsförderung sowie der öffentliche Gesundheitsdienst in die Erarbeitung eingebunden“, gab Prettner bekannt.

Nach der Steiermark ist Kärnten das zweite Bundesland Österreichs, das sich mit der Erstellung einer umfassenden Tabakstrategie befasst. „Die Sensibilisierung für die Gefahren des Rauchens und des Passivrauches sowie das Angebot von Entwöhnungsangeboten sollen auf Länderebene umgesetzt und in Abstimmung aufeinander erfolgen“, möchte Prettner auf die in den Jahren 2011 und 2012 erfolgreich durchgeführten Kampagnen in den Bezirken Villach-Land und Völkermarkt zum Thema „Rauchen im Auto in Gegenwart von Kindern“ noch weiter aufbauen. Wesentliches Ziel sei eine Bewusstseinsänderung innerhalb der Bevölkerung, die darauf abziele, das Rauchen nicht als gesellschaftsfähiges Laster darzustellen, sondern es als tatsächlich ernstzunehmende Suchterkrankung mit massiven Folgeschäden erkennbar zu machen. Bis Jahresende 2014 sollen Synergieeffekte bestehender Angebote sichtbar gemacht und ein Umsetzungs- und Budgetplan für die nächsten Jahre erstellt werden.

Tabakkonsum gilt weltweit als größte einzelne vermeidbare Todesursache. Laut diversen Statistiken rauchen 38 Prozent der erwachsenen Österreicher. Davon rauchen 15 Prozent mehr als 20 Zigaretten pro Tag und 12 Prozent nicht mehr als neun Zigaretten täglich. Insgesamt rauchen 28 Prozent der Bevölkerung täglich (31% Männer und 26% Frauen). Unter den 15- bis 19-Jährigen gaben 53 Prozent an, im letzten Jahr geraucht zu haben. Davon rauchen 14 Prozent mehr als 20 Zigaretten pro Tag (16% Burschen, 11% Mädchen). Sogar 15 Prozent der 10- bis 19-Jährigen rauchen täglich.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm