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Schneemassen 1 – Morgen auch in Bezirk Hermagor wieder normaler Schulbetrieb

04.02.2014
LH Kaiser: Dank an alle Einsatzkräfte und Helfer – Von Bad Eisenkappel aus startet Hilfe für slowenische Nachbargemeinden
In Oberkärnten hat sich die Wetterlage etwas entspannt. Die Arbeit für die zahlreichen Einsatzkräfte und Helfer geht jedoch nicht aus und es wird weiterer Schneefall prognostiziert. So geht die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) von leichtem Niederschlag auch am Mittwoch und Donnerstag aus. Bis morgen sei in Oberkärnten mit Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimeter zu rechnen. Heute, Dienstag, fand in der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) in Klagenfurt eine weitere Besprechung des Krisenstabes mit Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser statt. Neben der aktuellen Lage in Kärnten besprach man auch die anrollende Kärntner Hilfe für slowenische Nachbargemeinden, die besonders stark von Schneefall und Stromausfall betroffen sind.

„Es kommt einem Wunder gleich, dass bisher in Kärnten niemand schwerwiegend aufgrund der Schneemassen verletzt wurde. Das ist wohl vor allem auch auf die gute Ausbildung und Konstitution der Einsatzkräfte sowie ihr hervorragendes Zusammenwirken zurückzuführen“, betonte Kaiser. Als Bildungsreferent erklärte er, dass es rechtlich abgesichert sei, wenn Eltern eine Gefahrensituation für ihre Kinder am Schulweg befürchten und sie deshalb zuhause behalten würden. Dies gelte für ganz Kärnten, weil ja auch die Gefahr z.B. durch Glatteis sehr hoch sei. Kaiser teilte mit, dass ansonsten auch im Bezirk Hermagor ab morgen, Mittwoch, wieder Normalbetrieb gelte. Lediglich im Lesachtal seien die Schulen weiterhin geschlossen.

Zum Vorfall in der Volksschule West in Spittal wurde bei der Besprechung erklärt, dass die Evakuierung aus reiner Vorsicht durchgeführt worden sei. Es habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Schüler oder Lehrkräfte bestanden. Es sei aber rechtlich gedeckt, wenn Eltern ihre Kinder morgen daheim lassen würden. Ein Teil des Schulgebäudes ist vorübergehend gesperrt (älterer Komplex). Es gibt Ausweichmöglichkeiten für die Beaufsichtigung aller Schüler. Ein regulärer Unterricht wird unter diesen Voraussetzungen aber nicht stattfinden können. Zugang zu den vorhandenen Unterrichtsräumen erfolgt ausschließlich über die 10. Oktober Straße.

Aus der slowenischen Gemeinde Jezersko, der unmittelbaren Nachbargemeinde von Bad Eisenkappel, werden große Probleme mit dem Strom- und auch Telefonnetz gemeldet. Ein dringend benötigtes Notstromaggregat des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes wird im Zuge der grenzüberschreitenden Kameradschaftshilfe von der FF Bad Eisenkappel unter Kommandant Helmut Malle überstellt. Die Bad Eisenkappler wollen auch versuchen, ihre slowenische Nachbargemeinde Solčava über den eben erst freigemachten Paulitschsattel zu erreichen. Auch dort soll es große Versorgungsprobleme geben.

Nach der Krisensitzung machten sich Kaiser und Militärkommandant Brigadier Walter Gitschtaler auf den Weg nach Kötschach-Mauthen, um sich vor Ort aus erster Hand zu informieren und sich bei den Helfern und Einsatzkräften von Feuerwehren, Rotem Kreuz, Polizei, Bundesheer, Straßenmeistereien sowie den Teams der Bezirkshauptmannschaft und Kelag persönlich zu bedanken.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Kurath/Böhm