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Schneemassen 2 – Arbeiten laufen auf Hochtouren

04.02.2014
Besprechung von LH Kaiser und Einsatzorganisationen in LAWZ – LR Köfer: Drei Unimogs aus Salzburg unterstützen Kärntner Kollegen
Bei der Besprechung des Krisenstabes mit Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser gaben heute, Dienstag, auch alle Einsatzkräfte ihre aktuellen Berichte ab. Laut den Straßenmeistereien werden die Räumarbeiten von Lawinengefahr und umgefallenen Bäumen behindern. Im Westen seien Schneefälle und im Osten das Glatteis problematisch. Kärnten werde von den Salinen Austria vorrangig behandelt. 150 LKW-Fuhren mit Salz sollen bis Freitag nach Kärnten kommen, das sind je 27 Tonnen.

Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer gab unterdessen bekannt, dass seit gestern, Montag, drei mit Schneefräsen ausgestattete Unimogs der Salzburger Landesstraßenverwaltung aus Zell am See die Kärntner Kollegen unterstützen. Für die Gemeinde Zell am See habe sich Bürgermeister Peter Padourek bei Köfer gemeldet und seine Unterstützung angeboten. „Da ihr uns im Vorjahr nach der Hochwasserkatastrophe in Zell am See rasch und unbürokratisch unterstützt habt, wollen wir euch auch unsere Hilfe anbieten“, hatte der Bürgermeister gemeint. Die Kosten für den Winterdienst in den letzten Tagen betragen laut Köfer in den betroffenen Bezirken rund 500.000 Euro. „Die Mitarbeiter in den Straßenmeistereien haben bereits an die 10.000 Arbeitsstunden geleistet“, sagte der Straßenbaureferent.

Von den Feuerwehren wurden in der Besprechung für heute 16 Einsätze gemeldet, insgesamt seien es seit Donnerstag 722 gewesen. Das Bundesheer stehe mit 114 Soldaten im Einsatz, davon 80 in Kötschach-Mauthen, 26 in Laas und Würmlach sowie zwei Trupps zu je acht Soldaten, die die Kelag-Monteure unterstützen. Der Bergrettungsdienst hilft bei der Sicherung von Helfern und Einsatzkräften in Spittal, Kötschach-Mauthen und im Lesachtal, zudem ist er mit den Lawinenkommissionen und Schneeräumtrupps unterwegs. Beim Roten Kreuz läuft alles im Regelbetrieb, im Bereich Naßfeld steht ein zusätzliches Auto zur Verfügung. Auch bei der Polizei läuft mittlerweile alles im Regelbetrieb.

1.400 Kärntner Haushalte sind ohne Strom, 200 Mann der Kelag arbeiten fieberhaft an den Reparaturen. Unterstützt werden sie von weiteren Trupps der TINETZ aus Tirol, der Stadtwerke Klagenfurt und vom Bundesheer. Die ÖBB melden, dass die Autoschleuse Mallnitz nach Salzburg sowie die Verbindungen Villach-Rosenbach und nach Jesenice nach wie vor geschlossen sind.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Köfer
Redaktion: Gollob/ Kurath/ Böhm/ Zeitlinger