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Schneemassen 2 – Alle wichtigen Verkehrsverbindungen nach und in Kärnten bald frei

06.02.2014
LH Kaiser und LR Waldner: Dank an alle Einsatzkräfte – Unbeschwertem Skivergnügen steht nichts mehr im Wege – Morgen auch wieder normaler Schulbetrieb im Lesachtal
Die enormen Schneemassen haben die Kärntner Bevölkerung und Einsatzkräfte tagelang vor Herausforderungen gestellt, die durch gute Koordination und Zusammenhalt gemeistert wurden. Jetzt wandelt sich der viele Schnee in einen Segen für den heimischen Tourismus. Wie heute, Donnerstag, bei der täglichen Zusammenfassung der Meldungen der Vertreter im Landeskrisenstab festgestellt werden konnte, stehen alle wichtigen Verkehrsverbindungen auf Straßen und Schienen nach und in Kärnten kurz davor, freigemacht zu werden. Bereits wieder offen ist laut ÖBB seit kurzem die Tauernschleuse Mallnitz-Böckstein, wo heute ein Erkundungsflug und eine Lawinensprengung erfolgreich durchgeführt wurden.

„Einem unbeschwerten Urlaubs-, Ski- und Wintersportvergnügen in ganz Kärnten steht nichts mehr im Wege“, betonten Landeshauptmann Peter Kaiser und Tourismuslandesrat Wolfgang Waldner. In den Kärntner Skigebieten können sich Wintersportler ohnehin vor Lawinen sicher fühlen, sofern sie sich an die Sicherheitsbestimmungen und -hinweise halten. Dort erfolgen nämlich standardgemäß tägliche Kontrollen durch die Lawinenkommissionen, wie Wilfried Ertl vom Lawinenwarndienst des Landes erklärte. „Für die Urlauber gibt es auf Kärntens Pisten überhaupt keine Probleme, im Gegenteil, solch traumhafte Bedingungen finden sie derzeit nur in Kärnten“, betonte Skisicherheitsbeauftragter Markus Hudobnik. Die Betreiber würden dafür Sorge tragen, dass auf den Skipisten ein „sicheres Skifahren“ gewährleistet ist.

„Die Einsatzkräfte haben unter größten Anstrengungen und in oftmals nicht ungefährlichen Situationen beinahe Übermenschliches geleistet. Dank ihrer Professionalität, der perfekten Abstimmung und des solidarischen Zusammenhalts ist es zum Glück zu keinen Unfällen gekommen“, betonte Kaiser als Katastrophenschutzreferent und dankt allen Helfern, Kräften und Verantwortlichen von Behörden, Bundesheer, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei, Bergrettung, Lawinenwarndienst, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Straßenmeistereien, ÖBB und Kelag.

„Dank des Einsatzes des Bundesheeres und der vielen freiwilligen Helfer sind unsere Tourismusorte im Westen vor der kommenden Ferienwoche wieder gut erreichbar. Die Skigebiete in den anderen Landesteilen waren ohnehin nicht von Straßensperren betroffen und eine An- und Abreise stellte keine Probleme dar“, sagte Tourismuslandesrat Waldner. Für die Skigebiete stellt sich die enorm gute Schneelage für die nächsten Wochen als Segen heraus. Nichts desto trotz hätten die Behinderungen durch den Schnee auf den Straßen gerade in der umsatzstärksten Zeit für die heimischen Unternehmer auch Einbußen mit sich gebracht. „Für das Image unseres Winterurlaubslandes ist es jedoch wesentlich, dass wir mit unseren vielen Helfern wieder für Normalität sorgen können und Urlauber sich von der herrlichen Winterlandschaft in Kärnten begeistern lassen“, so Waldner. Als Tourismuslandesrat appellierte er an alle Urlauber, sich in ihren jeweiligen Unterkünften über die genauen Anreisemöglichkeiten zu informieren und beim Skifahren auf den gesicherten Pisten zu bleiben.

Neues gibt es zudem für die Oberkärntner Schulen zu vermelden. Laut Landesschulrat findet morgen, Freitag, im Lesachtal normaler Schulbetrieb statt. Sollten Eltern jedoch Sicherheitsbedenken haben, können ihre Kinder zu Hause bleiben. In diesem Fall müssten die Eltern dann selbst Kontakt mit Schule wegen dem Zeugnis aufnehmen, erklärt Kaiser als Bildungsreferent. Geschlossen bleiben morgen hingegen die VS Eisentratten und VS Kremsbrücke.

Weil sich die Situation in Oberkärnten entsprechend verbessert hat, wird morgen auch das Bundesheer zum größten Teil abrücken, wie das Militärkommando Kärnten bekanntgab. Einsätze der Soldaten sind noch im Lesachtal und einige kleinere in Kötschach-Mauthen und Hermagor geplant. Fliegerkräfte sowie das schwere Gerät von Bundesheer und Feuerwehren bleiben vorerst noch für alle Fälle vor Ort.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Waldner
Redaktion: Böhm/Robitsch