News

LOKAL

Bildungsreformen weiter vorantreiben

06.02.2014
BM Heinisch-Hosek, LH Kaiser und Präsident Altersberger: Ganztägig verschränkte Schulformen und NMS weiter forcieren
Frauen- und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger stellten heute, Donnerstag, im Rahmen einer Pressekonferenz Bildungsschwerpunkte näher vor. Gemeinsamer Tenor: Die begonnenen Bildungsreformen sollen intensiviert werden.

Wie der Landeshauptmann sagte, habe die Bundesministerin im Rahmen ihres heutigen Kärnten-Tages mehrere Bildungsinstitutionen sowie Kooperationsmodelle besichtigt. „In Kärnten ist sehr viel in Bewegung gekommen“, sagte Heinisch-Hosek. Sie dankte Kaiser und Altersberger für das bildungspolitische Engagement. Kärnten zeige in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle. Beeindruckt zeigte sich die Ministerin vom Verbund der AHS und HTL Mössingerstraße in Klagenfurt. Der Landeshauptmann wies auch auf die Chancen von Pilotprojekten hin, die es durch die Zusammenarbeit von Pädagogischer Hochschule und Universität Klagenfurt geben könne.

Einig waren sich die Ministerin, der Landeshauptmann und der Landesschulratspräsident darin, ganztägige Schulformen in verschränkter Form voranzutreiben. Insgesamt würden bis 2018 dafür 30,4 Millionen Euro für den Ausbau von Ganztagesschulformen für Kärnten bereitgestellt. Die Hälfte davon könnte für bauliche Investitionen verwendet werden. Österreichweit sollen insgesamt 400 Mio. Euro in den Schulbereich investiert werden und an die 200.000 Plätze im ganztägigen Schulbereich geschaffen werden.

Weitere 350 Mio. Euro an Investitionen sollen in den nächsten Jahren dem Kinderbetreuungsbereich zugutekommen. Damit seien auch Hunderte Arbeitsplätze für Pädagoginnen und Pädagogen sowie im Bau- und Baunebengewerbe verbunden. Wichtig sei das Zusammenspiel von Schule, Eltern und Schülern, betonte die Ministerin. Mit den ganztägig verschränkten Schulformen soll es gelingen, Bildungsnachteile bestmöglich auszugleichen.Der Landeshauptmann sagte, dass man im Sinne des Kärntner Kinderbetreuungs-, Bildungs- und Schulstandortekonzeptes vorgehen werde. Dieses integrative Konzept berücksichtige auch die demografische Entwicklung.

Klargestellt wurde auch, dass die Neue Mittelschule ersten Messungen zufolge viel Positives erbracht habe, so seien beispielsweise die sozialen Unterschiede zurückgegangen. Kärnten werde die Neue Mittelschule bereits 2015 flächendeckend umgesetzt haben. Österreichweit soll dies bis 2018 erfolgen, so die Ministerin. Ihr liege auch sehr viel an der Schnittstelle Kindergarten und Volksschule. Weiters lege sie Augenmerk auf die Themen Schulautonomie sowie Jugendcoaching, um junge Menschen wieder in Schulen oder Lehrwerkstätten zu integrieren, berichtete die Ministerin.

Der Landeshauptmann sagte, dass man noch viel Aufholbedarf im Kinderbetreuungsbereich habe. Weiter vorankommen wolle man hier auch über den Weg von Betriebskindergärten bzw. –krabbelstuben. Aber an manchen Orten würden Verbesserungen nur über das Modell der Tagesmütter möglich sein, so Kaiser.

Landesschulratspräsident Altersberger erwähnte das steigende Interesse an ganztägig verschränkten Schulformen. Auch gebe es in Kärnten interessante Pilotprojekte wie etwa in Klagenfurt St. Ruprecht, wo vom Kindergarten bis zu den Höheren Schulen Kooperationsmodelle erarbeitet würden. Gute Schulen seien vor allem auch für die Demokratie wichtig, so Altersberger. Der Landeshauptmann dankte der Ministerin für ihren Kärnten-Besuch. „Du bist hier herzlich willkommen“, so Kaiser.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: LPD/fritzpress