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Schneemassen: Alle Kräfte stellen auf Normalbetrieb

07.02.2014
LH Kaiser dankt allen Helfern und Einsatzkräften – Kärntner Kette der Sicherheit immer und rund um die Uhr für Bevölkerung bereit
Bei der Bewältigung der enormen Schneemassen in Oberkärnten haben Zusammenarbeit und Koordination der Helfer und Einsatzorganisationen perfekt funktioniert. Jetzt stellen angesichts der entspannten Situation wieder alle Kräfte auf Normalbetrieb. Das wurde heute, Freitag, im Zuge der täglichen Lagebeurteilung vereinbart, wie Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser mitteilte.

„Die Kette der Sicherheit ist in Kärnten besonders stark. Unsere Einsatzkräfte zeichnen hohe Professionalität und Solidarität aus und sie sind tief in der Gesellschaft verwurzelt“, betonte Kaiser. Während der Schneeeinsätze sei einmal mehr eindrucksvoll zu sehen gewesen, wie viele verschiedene Organisationen und Institutionen – viele von ihnen freiwillig und ehrenamtlich – im Dienste der Allgemeinheit zusammenarbeiten. „Und sie sind 365 Tage lang rund um die Uhr bereit, sofort zu helfen“, sagte der Landeshauptmann.

Kaiser verwies darauf, dass die Organisationen rasch aktiviert werden können. Bei Behörden und Experten gebe es 24-stündigen Bereitschaftsdienst. „Das ist eine besondere Qualität der Sicherheit. Ich bin froh und stolz, dass wir vom Land Kärnten solche Partner haben“, betonte Kaiser. Für den Schneeeinsatz dankte er nochmals allen Helfern, Kräften und Verantwortlichen von Behörden, Bundesheer, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei, Bergrettung, Lawinenwarndienst, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Straßenmeistereien, ÖBB und Kelag.

Von den ÖBB konnte heute gemeldet werden, dass bis auf die Strecken Hermagor – Kötschach-Mauthen sowie Ledenitzen – Rosenbach – Jesenice alles weitgehend in Planbetrieb ist. Die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs auf den beiden gesperrten Strecken soll voraussichtlich Mitte nächster Woche erfolgen.

Das Bundesheer teilte mit, dass es heute am späten Nachmittag die Schneeräumungsarbeiten in den Ortschaften Hermagor, Kötschach-Mauthen, St. Jakob und Liesing abschließen konnte. Damit war für die Soldaten des Spittaler Jägerbataillons 26 und des Villacher Pionierbataillons 1 der Einsatz beendet. Verringert wird die Zahl der Hubschrauber, von Sonntag bis Montag stehen aber zwei AB 212 in Kötschach-Mauthen weiter bereit. Auch die schweren Pioniermaschinen verbleiben in Kötschach-Mauthen. Über das Wochenende steht eine neue Assistenzkompanie mit 127 Mann des Stabsbataillons 7 marschbereit in der Klagenfurter Windisch-Kaserne. In Villach wird eine weitere Kompanie mit 60 Mann des Führungsunterstützungsbataillons 1 mit vierstündiger Alarmierbarkeit bereitgestellt. Die Lawineneinsatzzüge mit je 40 Kadersoldaten werden in Klagenfurt und Spittal ebenfalls mit vierstündiger Alarmierbarkeit bereitgestellt.

Laut ZAMG wird in der Nacht auf Samstag in Osttirol und den Tälern Oberkärntens vermehrt Regen in Schneefall übergehen. Bis Samstag früh sind in Summe an die 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, vereinzelt auch mehr. Am Samstag selbst regnet oder schneit es tagsüber nur mehr vereinzelt. Der Sonntag startet mit Regen und Schneefall, wobei die Schneefallgrenze überall wieder bis in Tallagen sinkt. Von der Früh bis etwa Mittag kann es zeitweise auch kräftig schneien. Dabei können in diesem Zeitraum durchaus 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen, selbst im Raum Villach sind 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee durchaus möglich. Am Nachmittag wird der Schneefall schwächer und klingt am Abend wieder ab. In der Nacht auf Dienstag bzw. am Dienstag selbst kommt laut ZAMG dann der nächste Schub an Regen und Neuschnee.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Böhm/Sternig